Landkreispartnerschaft wird fortgesetzt

20.12.09

Landrat Dr. Brötel stattete dem Partnerkreis Görlitz einen Antrittsbesuch ab

Dr. Achim Brötel. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis/Görlitz. Der Landkreis Löbau-Zittau, mit dem der Neckar-Odenwald-Kreis bereits seit 1990 eine Partnerschaft unterhalten hat, ging im Rahmen einer Kreisgebietsreform in Sachsen zum 01. August 2008 gemeinsam mit dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis und der kreisfreien Stadt Görlitz im neuen Landkreis Görlitz auf. Auf Einladung des Görlitzer Landrats, Bernd Lange, weilte nun Landrat Dr. Achim Brötel zu einem Antrittsbesuch in der Stadt an der polnischen Grenze.

Schon im Vorfeld war der Wunsch aus beiden Landkreisen formuliert worden, die Partnerschaft auch unter den neuen Vorzeichen weiterführen zu wollen. Ziel des Kurzbesuches war das Kennenlernen von Land und Leuten im deutlich größeren Rahmen, der Austausch von kreispolitischen Themen und vor allem die Belebung der partnerschaftlichen Aktivitäten. Ein schönes Beispiel dafür ist die gemeinsame Kunstausstellung der Kunstvereine aus beiden Kreisen, die derzeit vorbereitet und von beiden Landräten nach Kräften unterstützt wird. Zum Thema „Zusammenwachsen. Zusammen wachsen“ werden von rund 60 Künstlern Malereien und Plastiken zusammen getragen und im Neckar-Odenwald-Kreis und im Kreis Görlitz  ausgestellt. Die Vernissagen in Mosbach und in Buchen sind für  Juni 2010 geplant, in Görlitz startet die Ausstellung im Oktober 2010. „Diese Ausstellung wird ganz neue Akzente in der Verbundenheit zwischen den beiden Landkreisen setzen“, ist sich Landrat Dr. Brötel sicher.

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Landrat Lange und den Dezernenten des Landkreises Görlitz tauschte man sich vor allem über gemeinsame kreispolitische Themen aus. Einige dieser  Themenkomplexe werden auch Inhalt der Informationsfahrt des Kreistags sein, die die Kreistagsmitglieder im Frühjahr 2010 nach Görlitz führen wird.

Beim Stadtrundgang begeisterte sich Landrat Dr. Brötel für die überaus gelungenen Sanierungsmaßnahmen, die Görlitz, wo sehr viele Häuser vor der Wende in einem baulich sehr schlechten Zustand waren, zu einer unbedingt sehenswerten Stadt werden ließen. „Hier in Görlitz kann man eine absolut positive Entwicklung sehen.“

In das schöne Stadtbild reiht sich zweifellos auch bald das neue Landratsamt Görlitz ein. Bedingt durch die Kreisreform gibt es in Görlitz derzeit nur ein kleines Landratsamt in Untermiete der Stadt Görlitz. Die meisten Stellen sind dezentral in Zittau und in Niesky untergebracht. Auf der Suche nach einem neuen Sitz ist der der Kreis im Gebäudekomplex der ehemaligen SED-Kreisleitung fündig geworden. Bis 2012 soll das Gebäude von Grund auf renoviert sein und 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Platz bieten. Landrat Dr. Brötel konnte sich vor Ort einen Eindruck über das Bauvorhaben machen. „Wir haben die gleichen Themen“, stellte Landrat Dr. Brötel fest, „wenn auch mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen.“

Zum Abschluss waren sich die beiden Landräte einig in ihrer Einschätzung, dass die Entscheidung zur Fortführung der Kreispartnerschaft nach der Kreisreform absolut richtig war.

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