Ganztagsschulen im Gespräch an der FHS

Haßmersheim. (pm) Letzte Woche hatte die Friedrich-Heuß-Schule in Haßmersheim besondere Gäste: Über 30 Schulleitungen von Haupt- und Realschulen mit Ganztagsbetreuung kamen zu einer Dienstbesprechung des Staatlichen Schulamts Mannheim mit Uwe Wurz.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulmensa stellten zunächst zwei Vertreterinnen der IHK Rhein-Neckar das Modell der Bildungspartnerschaften vor – eine Schule kooperiert eng mit einem oder mehreren Betrieben vor Ort. In Hinblick auf den befürchteten zukünftigen Fachkräftemangel sollen möglichst alle weiterführenden Schulen derartige Partnerschaften initiieren.

Danach präsentierten die Rektorin Lieselotte Pabst und die Konrektorin Anke Gulba ihre Ganztagskonzeption. In Haßmersheim unterstützt der Schulträger mit hohem finanziellem und personellem Aufwand die Ganztagsversorgung der Hauptschüler. 2007 wurde eigens eine Schul-Mensa eingerichtet, Personal für die Essensausgabe eingestellt sowie Jugendbegleiter gewonnen für die Nachmittagsangebote. Neben Lehrkräften und Eltern sind Vereine mit Sportangeboten an der Schule präsent. Zusammen mit den Kursen der Musikschule und der Volkshochschule erhalten die Schüler so ein breit gefächertes, attraktives Angebot. Für die Schüler sind alle Angebote kostenlos. Sie können so Hobbys für sich entdecken, die sich einige Familien sonst nicht leisten könnten.

Besonderen Wert legt die Schule auf die gemeinsame Lernzeit in den Klassen 5 bis 10. Unter Anleitung ihrer Lehrkräfte haben alle Klassen viermal pro Woche qualifizierte Betreuung bei der Erledigung ihrer Aufgaben. Ziel ist, die Schüler zu selbst organisiertem Lernen anzuleiten.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass jede Ganztagsschule ein eigenständiges Konzept entwickeln muss. So unterschiedlich die räumlichen Gegebenheiten an den Schulen sind, so verschieden sind auch die Schüler und die Interessen beim Ganztagsangebot. Einig war man sich darin, dass Ganztagsschulen für viele Familien unverzichtbar geworden sind, die eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder benötigen. Außerdem werden durch die längere Verweildauer individuelle Leistungen verbessert und Sozialkontakte gefestigt.

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