Job-Haus empfängt 10.000. Besucher

13.07.10

Die Mitarbeiter in den Job-Häusern der Digeno in Mosbach und Buchen helfen den Arbeitssuchenden vorurteilsfrei; mit ein Grund für den großen Zuspruch, den die Häuser erfahren. (Foto: LRA)

Mosbach/Buchen. Gemeinsam Geburtstag feiern können sie nicht, die Job-Häuser in Mosbach und Buchen, in denen ganz unspektakulär, aber effektiv gearbeitet wird. Während das Mosbacher Haus schon im Januar auf drei Jahre Bestand zurückschauen konnte, ist es beim „Nachzügler“, dem Buchener Job-Haus, im Oktober soweit. Was sie aber gemeinsam als Erfolg verbuchen können, das ist die Verzeichnung des mittlerweile 10.000. Besuchers. Was die Betreiber von der Digeno, der landkreiseigenen Dienstleistungsgesellschaft, zum Anlass nehmen, ihre Arbeit und die der Job-Häuser in Erinnerung zu rufen.

Schon seit 1997 hat die Digeno ein ganz besonderes Ziel: Arbeitslose und hier speziell jene, die schlechte Zukunftsprognosen haben, wieder in Arbeit zu bringen. In bestimmten Fällen kann die Digeno als Landkreis-Gesellschaft Arbeitslosen einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsplatz anbieten, der als Sprungbrett in ein festes Arbeitsverhältnis zu verstehen ist. Je nach Einzelfall findet ein erster Einsatz entweder direkt in einer Firma oder in einem der betriebseigenen Beschäftigungsfelder – Grünanlagenpflege, Renovierung, Möbel-Shop und mehr – statt. Die Rückkehr in das soziale Umfeld eines Arbeitsplatzes bewirkt oft Erstaunliches und immer wieder schaffen Einzelne tatsächlich den Sprung aus der Arbeitslosigkeit. Von rund 1.100 ehemaligen ALG II-Empfängern, die bis dato auf diese Art ihre Chance bekommen haben, konnten exakt 307 auf den „ersten Arbeitsmarkt“ – also in die ganz normale, versicherungspflichtige Berufstätigkeit –  vermittelt werden.

In dieser Richtung wollen auch die Job-Häuser unterstützend tätig sein. Hier wird Arbeitslosengeld II-Empfängern aus dem Neckar-Odenwald-Kreis die kostenlose Möglichkeit geboten, über das Internet oder aktuelle Tageszeitungen nach Arbeitsstellen zu suchen und direkt an einem der 14 (in Buchen acht) Bildschirmarbeitsplätzen aussagekräftige Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Unterstützt werden die Besucher dabei durch qualifiziertes Personal der Digeno, das sich individuell mit  dem Bewerber auseinandersetzt. Was sehr gut ankommt; seit den Eröffnungen der Job-Häuser steigt die Besucherzahl kontinuierlich an. Mittlerweile wird in Mosbach mehr als 300mal im Monat einem Besucher bei der Stellensuche oder dem Erstellen einer Bewerbung geholfen, in Buchen liegt man bei der  „200er-Marke“.

Ein Grund dieses Erfolgs ist zweifellos die Herangehensweise der Mitarbeiter. Sie stehen jedem Hilfesuchenden offen und vorurteilsfrei zur Seite. Dabei wird während der Beratung offen und ehrlich auf die individuellen Bedürfnisse und die Lebenssituationen der Hilfesuchenden eingegangen. Was nicht immer einfach ist, weil diese Menschen durch eine lange und erfolgslose Arbeitssuche oft auch sehr frustriert sind.

In jedem Fall sind die Job-Häuser zu einer offenen und zentralen Anlaufstelle für Hilfeempfänger von ALG II im Kreis geworden, finanziert durch die Neckar-Odenwald Arbeitsgemeinschaft und den Europäischen Sozialfonds. Die immer noch steigenden Besucherzahlen beweisen: sie werden auch weiterhin gebraucht.

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