Neuer Chefarzt am Krankenhaus in Buchen

20.07.10

Dr. Rüdiger Mahler hat sich problemlos eingelebt in seinem neuen Arbeitsumfeld. Seit dem 1. Juli ist er der neue Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie, an den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen. (Foto: LRA)

Buchen. Dass Spanien Fußballweltmeister wurde, findet er klasse. Ansonsten würde er auch die häusliche Harmonie aufs Spiel setzen, denn Dr. Rüdiger Mahler, der neue Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie, an den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen ist mit einer waschechten Spanierin verheiratet. Ansonsten hat der 47-jährige Mediziner die Fußballweltmeisterschaft aber nur mit halber Kraft verfolgt; zeitgleich, zum 1. Juli 2010, hat er nämlich seine neue Stelle angetreten. Und die genießt natürlich oberste Priorität.

Der am Bodensee geborene und in Wertheim aufgewachsene Dr. Mahler ist in Buchen kein Unbekannter. Als „Arzt im Praktikum“ hat er von 1995 bis 1997 am damaligen Kreiskrankenhaus gearbeitet und schon damals das Haus schätzen gelernt: „Die Überschaubarkeit, die familiäre Atmosphäre und gleichzeitig das überraschend weite medizinische Spektrum, das hier abgedeckt wird, haben mir gefallen.“ Nach Stationen als Oberarzt in Bayreuth und Aschaffenburg in Häusern der „Maximalversorgung“ mit jeweils bis zu 1.000 Betten weiß er heute genau, wovon er spricht. „Dort habe ich mich voll und ganz auf meinen Schwerpunkt, die Gastroenterologie  – darunter versteht man Magen-, Darm- und Lebererkrankungen – konzentrieren können. Natürlich habe ich da sehr viel gelernt, aber der umfassende Blick auf und der Kontakt zu den Patienten bleibt in so großen Häusern in der Regel auf der Strecke.“ Da wird eine Magen- oder Darmspiegelung ganz schnell zu einer Nummer, die nur im Ausnahmefall mit einem dazugehörigen Gesicht und einer Krankengeschichte in Verbindung gebracht werden kann. Das hat dem Arzt, der vor dem Studium zunächst sein Staatsexamen als Krankenpfleger abgelegt und darüber hinaus die Ausbildung zum Rettungssanitäter absolviert hat, auf Dauer nicht gefallen. Und so will er die Jahre, die er „auswärts“ verbracht hat, als intensive Lehrjahre verstanden wissen. In denen der Facharzt für Innere Medizin im Übrigen auch noch Zusatzausbildungen in Notfallmedizin, Suchtmedizin und Palliativmedizin (nicht auf Heilung, sondern auf Begleitung und Schmerzlinderung ausgelegte Medizin für schwerkranke Menschen) gemacht hat und lange zusätzlich als Notarzt im Einsatz war.

„Auf dieser breiten Basis will ich jetzt aufbauen und hier in Buchen als Chefarzt natürlich auch die Weiterentwicklung der Neckar-Odenwald-Kliniken aktiv mitgestalten“, betont Dr. Mahler. Sein Konzept sieht eine enge Zusammenarbeit mit dem Mosbacher Schwesterhaus vor. „Ich bin kein Chirurg, verstehe mich aber insbesondere auf die „interventionelle Endoskopie“. Dabei können bei Spiegelungen quasi in einem Arbeitsgang auch gleich Polypen oder ähnliches entfernt werden. Stehen als Ergebnis der Untersuchungen größere Operationen an, arbeiten wir sehr eng mit Chefarzt Dr. Kirr zusammen, der hier in Buchen und in Mosbach als weithin renommierter Chirurg die Sache übernehmen kann.“ Eine Zusammenarbeit, die in Richtung „Darmzentrum“ ausgebaut werden soll, um speziell Darmkrebs noch besser diagnostizieren und behandeln zu können.

Natürlich hat der sympathische Mediziner auch Wünsche. Die Anschaffung einer  „Endosonografie“ beispielsweise, die Ultraschalluntersuchungen von innen ermöglicht, würde nach seiner Einschätzung einen Zusatzgewinn an Diagnostik und Therapie bringen. Einstweilen ist der Vater zweier Töchter aber sehr zufrieden mit dem, was er in Buchen vorgefunden hat: „Vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sehr motiviert und ziehen gerade bei den neuen Sachen sehr gut mit.“ Ein Lob, das stellvertretend die Krankenschwestern Kornelia Kratzer und Elke Noe später, als Dr. Mahler schon wieder an ein Krankenbett geeilt ist, offen und ehrlich zurückgeben: „Da haben wir wirklich einen sehr kompetenten Chefarzt bekommen, mit dem wir prima zusammenarbeiten, von dem wir viel lernen und der auch menschlich überaus sympathisch rüberkommt.“

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