Winterhauch-Schule verabschiedet Konrektor

21.07.10

Im Beisein seiner Ehefrau wird Konrektor Karl Koch (2.v.re.) von Bürgermeister Klaus Schölch (li.) und Rektor Karl Völker (re.) in den Ruhestand verabschiedet. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. In feierlichem Rahmen wurde heute in der Aula der Winterhauch-Schule in Strümpfelbrunn Konrektor Karl Koch in den Ruhestand verabschiedet. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Auftritten des Grundschulchors sowie der Klassen 6 und 7.

Karl Koch wurde in Eberbach geboren und hat nach dem Abitur am dortigen Gymnasium in Heidelberg studiert. 1972 trat er in Aglasterhausen seine erste Lehrerstelle an. Ein weiterer Meilenstein in seine Laufbahn war die Einführung der Mengelehre im Schuljahr 1972/73. Im Jahr 1984 erlebte Koch die Einführung der Hauptschulabschlussprüfung. Nachdem er 14 Jahre im Kleinen Odenwald tätig war, folgte 1986 die Versetzung in den Hohen Odenwald an die Winterhauch-Schule nach Strümpfelbrunn. Trotz Umstellungsschwierigkeiten auf die Waldbrunner Verhältnisse erwarb sich Karl Koch in den Folgejahren große Akzeptanz bei Eltern und Schülern. Nach einer weiteren Fortbildung war er in Waldbrunn auch als Techniklehrer tätig. Im März 2007 wurde Karl Koch von Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner zum Konrektor der Grund- und Hauptschule ernannt.

In all den Dienstjahren hat sich der Pensionär darüber hinaus bei der Betreuung von Lehreranwärtern und Praktikanten der Pädagogischen Hochschulen als Mentor verdient gemacht.  An der Winterhauch-Schule betreute Karl Koch außerdem das Computersystem und arbeitet seit Jahren bei der Erledigung von Organisationsaufgaben in der Schulleitung mit.

In den vergangenen Monaten war der engagierte Pädagoge maßgeblich an der neuen Partnerschaft zwischen den Schulen in Waldbrunn und Limbach beteiligt, die im neuen Jahr gemeinsam als Werkrealschule neuen Typs starten.

In einem Grußwort bescheinigte Bürgermeister Klaus Schölch dem scheidenden Konrektor, dass er in den zurückliegenden 24 Jahren an der Winterhauch-Schule hervorragende Arbeit geleistet habe. Mehreren Generationen von Waldbrunnern wurde von Karl Koch das Rüstzeug des Lebens vermittelt, würdige das Gemeindeoberhaupt das Wirken des Hauptschullehrers. Mit Geschick, Engagement, Strenge und Einsatzfreude habe er es verstanden, in jedem Schuljahr aufs Neue den Bildungsauftrag zu erfüllen. Dadurch habe er zum hervorragenden Ruf der Schule über die Gemeindegrenzen hinaus beigetragen. Mit dem Wissen, der Jugend einen Dienst geleistet zu haben, könne er daher Abschied nehmen, so Bürgermeister Schölch abschließend.

Weitere Grußworte sprachen Pfarrerin Martina Trump, Elternvertreter Markus Menges, Schülervertreterin Celine Mosblech und Rektorin Regine Sattler-Streitberg als Vertreterin der Eberbacher Schulen. Vorgängerin Konrektorin i.R. Christiane Gümbel ließt Kochs Jahre an der Schule mit einer Präsentation Revue passieren.

Bevor er seinem Stellvertreter die Entlassungsurkunde überreichte, ging Rektor Karl Völker ebenfalls auf die Verdienste Karl Kochs ein. So habe er es immer verstanden, in der Unterrichtsarbeit an der Hauptschule, Praktisches mit Theoretischem zu verbinden. Dabei war es Leitgedanke, aus den Schülern etwas herauszuholen, und nicht etwas hineinzustopfen. Dies galt besonders in Mathematik, den Naturwissenschaften und im Technikunterricht. Dabei sei Karl Koch die Unterrichtsziele geradlinig, mit großem Verständnis für die Schüler und beispielhaftem Einsatz angegangen. Durch vielfältigste Aktivitäten jenseits der Schulstunden sei es Koch darüber hinaus gelungen, gute Kontakte zu Schülern und Eltern herzustellen.

Nach der Ernennung zum Konrektor habe Karl Koch auch diese Herausforderung mit Bravour erledigt. Der Vertretungsplänen, aber auch der Erstellung von Stundenpläne habe sich sein Vertreter intensive gewidmet. Mit viel Elan habe er die Schulentwicklung voran gebracht, zunächst das Konzept für einen Ganztagsschulbetrieb, dann die Kooperation mit der Werkrealschule Limbach entwickelt. Bei eigener Abwesenheit habe er die Schule bei Karl Koch stets in guten Händen gewusst, so Rektor Völker weiter. Dabei sei nie die Freude an der Arbeit zu kurz gekommen, ließ der Schulleiter die Zuhörer wissen. Alle hätten Kochs Humor erlebt und oft und gerne mit ihm gelacht.

Sichtlich bewegt dankte Konrektor Karl Koch den Anwesenden für ihr Kommen und den Mitwirkenden für die Gestaltung der Abschiedsfeier. Anschließend lud der Neupensionär die Gäste zu einem Umtrunk ein.

Mit Karin Lüneburger geht eine langjährige Lehrkraft ebenfalls in den Ruhestand.

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