1.900 Notarzteinsätze im ersten Halbjahr

27.07.10

Notärzte aus Buchen, Hardheim und Mosbach rücken im Durchschnitt zehnmal täglich aus

Die Notärzte des Neckar-Odenwald-Kreises arbeiten eng mit den Besatzungen der Rettungshubschrauber zusammen, wenn beispielsweise Patienten zur Weiterbehandlung in eine Spezialklinik verlegt werden müssen. (Foto: Genzwürker)

Neckar-Odenwald-Kreis. Im ersten Halbjahr 2010 haben die Notärzte der drei Notarztstandorte Buchen, Hardheim und Mosbach erneut unter Beweis gestellt, dass die Bevölkerung sich auf ärztliche Hilfe in Notsituationen verlassen kann. Insgesamt 1.888 Notarzteinsätze wurden von Januar bis Juni dokumentiert. Dabei war der von Medizinern der Neckar-Odenwald-Kliniken besetzte Standort Mosbach mit durchschnittlich 5,4 Einsätzen am Tag (insgesamt 964) am aktivsten. Der zweite Standort der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen leistete 611 Einsätze (3,4 am Tag), die Notärzte des Krankenhauses Hardheim wurden zu 313 Einsätzen alarmiert (1,7 am Tag).

Die Einsatzfahrzeuge, mit denen die Notärzte zum Einsatzort gelangen, werden von den beiden Kreisverbänden des DRK gestellt und von Rettungsassistenten gelenkt, welche die Mediziner auch bei der Versorgung der Patienten vor Ort kompetent unterstützen. Mit insgesamt vier Rettungswachen im gesamten Kreisgebiet stellt das DRK gemeinsam mit den Krankenhäusern die Notfallversorgung über 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr sicher. Unterstützt werden die professionellen Einsatzkräfte dabei von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer der Ortsvereine des Roten Kreuzes. Verantwortlich für die Alarmierung und Koordination der Einsatzkräfte ist die Rettungsleitstelle in Mosbach, die unter der Notrufnummer 112 rund um die Uhr erreichbar ist.

Auch wenn die Wahrnehmung von Unfällen in der Öffentlichkeit besonders hoch ist, machen Verletzungen weniger als ein Fünftel aller Notarzteinsätze aus. Dabei sind auch Arbeits- und Schulunfälle sowie Verletzungen im Haus und bei der Gartenarbeit enthalten. Die Mehrzahl der Alarmierungen wird durch akute Erkrankungen verursacht. Dabei sind Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems wie Infarkt, Rhythmusstörungen und Blutdruckentgleisungen führend. Auch bei neurologischen Problemen wie Schlaganfällen, Hirnblutungen und Krampfanfällen kommen die Notärzte häufig zum Einsatz, ebenso bei Störungen der Atmung. Bei etwa jedem 15. Notfallpatienten musste eine künstliche Beatmung durchgeführt werden, Wiederbelebungsmaßnahmen bei jedem vierzigsten Einsatz.

Wichtigste Maßnahme für alle Zeugen eines Notfalls ist die sofortige Alarmierung der Rettungsdienste über die Notrufnummer 112. Um die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken, sollten einfache Maßnahmen der Ersten Hilfe anzuwenden – Kurse werden regelmäßig angeboten, können aber auch für Gruppen und Vereine organisiert werden.

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