Die Wikinger im Odenwald

07.09.10

Langbärte aus ganz Europa

(Foto: Adventon)

Osterburken. Sie waren nicht nur kühne Eroberer, sondern auch geschickte Handwerker mit ganz eigener Kultur. Wie die Wikinger vor 800 und mehr Jahren lebten, das ist im Erlebnis-Museum Adventon zu riechen, zu schmecken und zu fühlen, nicht nur zu sehen. Für zwei Tage schlagen die Sippen wieder ihre Zelte und Lager auf und unterstützen die ganzjährig in Osterburken „hausenden Früh-Mis“, den Frühmittelalterlichen von der „Gladsheimer Sippe“ und von Ulvengard. „Unser Ziel ist es, die Welt der Wikinger auch denen zu zeigen, die in den Urlaub nicht nach Schweden oder Dänemark reisen“, sagt Stefan „Grizzly“ Englert, der Finanzbeamte aus Hardheim, der mehr als 10 Jahre in einem schwedischen Park mitwirkte, bevor er in Osterburken einstieg.

Aus Österreich, nicht gerade einem klassischen Wikingerland, kommt die Gruppe Ravnurfolk. Die aktiven Mitglieder der Gruppe versuchen sich in der Darstellung des alltäglichen Lagerlebens, vom frühen Mittelalter (700 n. Chr.) bis hin zur Schlacht von Hastings 1066 n. Chr. In diesem Lager werden sämtliche Gegenstände des täglichen Lebens selbst gefertigt oder durch Handel eingetauscht. Von Brettchengewebtem über selbstgebrauten Met bis hin zu Selbstgeschmiedetem.

„Rusvarg“ versucht sich in ihrem Reenactment an einer möglichst genauen und historisch korrekten Rekonstruktion verschiedener Bevölkerungsschichten der Nowgoroder Rus vom 11. bis zum 13. Jahrhundert.

In Adventon wollen sie bald mit dem Bau einer Häusergruppe unterhalb der Wikinger beginnen. Bogljodr nennen sich selbst die südlichsten Wikinger, was so natürlich nicht stimmt. Sie sind eine „kleine“ Gruppe Nordfrauen und -männer aus dem Süden Germaniens, bestehend aus „Harbardr“(Graubart), dem Nordmann, und den „Bogljødr“(Bogenleuten), die sich die Darstellung des 8ten bis 10ten Jahrhunderts zwischen Ribe und Gotland zur Aufgabe gemacht haben.

Drei von sechzehn Lagern, die am 18. Und 19. September in Osterburken Geschichte lebendig werden lassen. Außerdem Handel und Handwerk, Unterhaltung und Kulinarisches auf dem Hof, in den Scheunen und auf den Wiesen. Waffentraining. Waffenkunde und Schaukampf, Bogenschiessen, Axtwerfen und natürlich die Schlacht der Wikinger.

Infos im Internet:
www.adventon.de

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