Biomasse bietet noch viel Potenzial

Neckar-Odenwald-Kreis. (khn) Traditionell trifft sich die CDU-Fraktion mit ihren Ehegatten am Ende der Sommerferien auf dem Buchener Schützenmarkt, wo zuvor Bürgermeister Roland Burger die Besucher mit der Geschichte des Schützenmarktes in der Ausstellung im Rathaus vertraut machte. Mit dabei war auch MdB Alois Gerig und Ehrenoberschützenmeister Otto Hemberger.

Bevor es dann ins Festzelt ging, erläuterte Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser den inzwischen vorliegenden Abschlussbericht zum Biomasse-Stoffstrommanagement, der auf Anregung der CDU-Regionalräte aus dem Neckar-Odenwald-Kreis von der CDU-Regionalverbandsfraktion  beantragt worden war. In der Studie wurden die Biomassepotenziale in der Region Rhein-Neckar abgeschätzt und räumlich zugeordnet; sie bieten sowohl in der Gesamtregion als auch für den Neckar-Odenwald-Kreis noch viel Entwicklungsmöglichkeiten. Bei den landwirtschaftlichen Biomassen ergeben sich im Landkreis die größten mobilisierbaren Potenziale für Silomais (rund 500.000 t), bei der Rinder- und Schweinegülle (400.000 bzw. 85.000 t, beim Dauergrünland (355.000 t), bei Stroh (150.000 t), beim Niederwald im Kurzumtrieb (35.000 t), beim Pferdemist (29.000 t) und beim Hühnerkot (3.500 t). Erhoben wurden auch die forstwirtschaftlichen Potenziale; sie ergeben für den Neckar-Odenwald-Kreis ca. 230.000 t.

Nicht erfasst für den Landkreis sind die Bioabfälle aus Haushalten; hier läuft zur Zeit in Rosenberg ein Projekt, das Anregungen zur energetischen Nutzung geben soll. Ebenso ist das Aufkommen an Rechengut und kommunalen Klärschlämmen noch nicht erfasst, aber hier wie auch den anderen Bereichen besteht die Möglichkeit zur deutlichen Steigerung. Insgesamt wird nach Einschätzung der CDU-Fraktion deutlich, dass der Biomasse künftig unter den erneuerbaren Energien eine große Bedeutung zukommen wird. Damit ergeben sich auch Chancen für den ländlichen Raum. Die CDU-Fraktion werde entsprechende Pläne der AWN und der HOT unterstützen, so Neser. Diese technisch verfügbaren Potenziale sind dann allerdings noch ökologisch und ökonomisch zu bewerten. So ist z.B. aus Gründen des Natur- und Artenschutzes auf eine Vielfalt der Landschaft zu achten.

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