A-Jugend Waldbrunn ist Landesliga-Spitze

SG Seckach/Schefflenz – SG Dielbach/Strümpfelbrunn 0:4

Die Partie hätte nicht besser für die SG Dielbach Strümpfelbrunn starten können. Bereits in der 1. Minute war es der agile R. Schmitt, der als Nutznießer einer verunglückten Abwehraktion eiskalt zum 0:1 einschob. „Zack Bum Bang“ – Keine Erholung für die mitgereisten Schlachtenbummler vom Winterhauch. C. Weiß wurde im Strafraum regelwidrig gestoppt und so war es dem stark aufspielenden D. Schulz vorbehalten, den fälligen Penalty nervenstark zu verwandeln. Furios ging es weiter, als der quirlige C. Weis aus stark abseitsverdächtiger Position, durch aggressive Konsequenz im Pressing zum 0:3 einlupfte. Auch die Heimmannschaft kam in der 12. Minute, durch Unsicherheiten in den Reihen der Gäste, zur ersten Möglichkeit. Doch Torwart Zimmermann bügelte die durch anfängliche Nervosität bedingte Unachtsamkeit aus, als er katzenartig reagierte und Schlimmeres verhinderte. Die kurze Schwächephase war jedoch so schnell verschwunden, wie die letzten Sonnenstrahlen an diesem herrlichen Spätsommertag. Weiter ging es mit einer Standardsituation, die von R. Schmitt messerscharf auf D. Schulz getreten wurde. Diesem war jedoch Fortuna nicht hold und er verfehlte das Eckige um Haaresbreite. Beinahe wäre die mangelnde Chancenauswertung den Gästen zum Verhängnis geworden, als der bullige Libero der Heimmannschaft einen Freistoß humorlos auf das Gehäuse der Gäste hämmerte. Zimmermann gab sich jedoch gewohnt cool und entschärfte die Situation in gekonnter Manier. Keine fünf Minuten später tauchte der wieselflinke M. Palm vor dem einheimischen Goalie auf, zeigte allerdings ungewohnt Nerven im Abschluss. Die letzen Aktionen vor Halbzeit waren Stürmer C. Weiß vorbehalten. Dieser fand jedoch im Schlussmann der SG Schefflenz seinen Meister. So bat der umsichtige Unparteiische bei einem Spielstand von 0:3 zum Pausentee.

Direkt nach Wideranpfiff zog ein Hauch von Wembley durch das Waldstadion in Großeicholzheim, als M. Palm die „Kirsche“ unhaltbar an die Unterkante der Latte drosch. Im Gegensatz zum WM-Finale 1966 gab der Schiedsrichter, bis dato fehlerfrei, kein Tor. Im weiteren Spielverlauf vergab die SG Dielbach Chance um Chance, als die Abwehr der Gastgeber spielerisch eine ums andere mal düpiert wurde. In der 70. Minute konnte nach einem lehrbuchreif vorgetragenen Angriff, C. Weiß erneut nur mit unfairen Mitteln gestoppt werden. Der fällige Elfmeter wurde jedoch zum Entsetzten der Mitgereisten vom Schlussmann der Gastgeber bravourös zur Ecke entschärft. Der Eckball konnte von der Heimmannschaft nicht aus der Gefahrenzone befördert werden und das Leder wurde vom gnadenlosen R. Bracht prachtvoll aus ca. 30 m ins Gehäuse buchsiert.

Die zweite Hälfte endete nach Meinung der objektiven Berichterstatter unschön, als der Heimtrainer die Coaching-Zone in Richtung Tribüne verlassen musste. Auf Seiten der Gäste blieb auch nach den Einwechslungen von F. Meier, K. Schulz, D. Sigmund, B. Guckenhahn und J. Klotz die qualitativ spielerisch glänzende Leistung erhalten.

So wirbelt die Elf aus dem hohen Odenwald, um das junge ambitionierte Trainergespann P. Ebert, F. Wörz und M. Leiner, die Landesliga kräftig durcheinander und lässt zahlreiche Fans, Gönner und Schlachtenbummler auf weitere hochklassige Partien im Verlauf der Runde hoffen.

ajugend
(Foto: privat)

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