Görlitz dankt für Hochwasserspenden

Neckar-Odenwald-Kreis. „Vielen Dank für die Spendengelder und überhaupt für die schnelle Hilfe der Bürger aus dem Neckar-Odenwald-Kreis“. Mit diesem Satz beginnt Landrat Bernd Lange vom Landkreis Görlitz ein Dankesschreiben an Landrat Dr. Achim Brötel, zu einer Zeit, in der längst andere Schlagzeilen die Medien beherrschen. Wie sehr aber das Hochwasser Anfang August in der Gegend um Kirnitzsch, Spree und Neiße gewütet hat, wie lange es dauern wird, die Schäden zu beseitigen und welche enormen Kosten dies verursachen wird – davon bekommt man eine Ahnung, wen man die Bilddokumentation der Sächsischen Zeitung durchblättert, die Landrat Lange seinem Schreiben beigelegt hat.

Direkt nach dem Bekanntwerden der Hochwasserkatastrophe, die große Teile des Partnerlandkreises an der Grenze zu Polen und Tschechien unter Wasser gesetzt hat, rief Landrat Dr. Achim Brötel zu Spenden auf. Bislang sind so rund 8500 Euro zusammen gekommen und an die Landkreisverwaltung in Görlitz überwiesen worden. „Da sich die Staatsregierung in Dresden bislang noch bei der Schadensregulierung für Betroffene zurückhält, sind wir sehr froh und dankbar, dass wir auch mit Ihren Spendengeldern relativ unbürokratisch Härtefälle mildern können“, schreibt Landrat Lange diesbezüglich. Und diese Härtefälle gibt es zuhauf: Zahlreiche Häuser gelten nach dem Hochwasser als einsturzgefährdet und dürfen nicht mehr bezogen werden. Von unbrauchbar gewordenen Möbeln, Elektrogeräten, Bodenbelägen oder Tapeten ganz zu schweigen, ebenso von „ganzen Leben“, die in Form von Fotos oder persönlichen Papieren und Erinnerungen einfach davonschwammen.

„Diese seelischen Wunden können wir mit Geld nicht heilen“, weiß Landrat Dr. Achim Brötel: „Aber die Menschen in unserem Partnerlandkreis sollen wissen, dass uns ihr Schicksal nicht egal ist. Deshalb bitte ich nach wie vor um Spenden, auch wenn die „große Betroffenheit in den Medien“, wie Landrat Lange schreibt, merklich nachgelassen hat.“ Dr. Brötel garantiert, dass die Spendengelder ohne jeden Abzug direkt da eingesetzt werden, wo die Not am größten ist. Für eingehende Spenden können auf Wunsch auch Spendenbescheinigungen durch das Landratsamt ausgestellt werden. In diesem Fall sind allerdings ein entsprechender Vermerk auf dem Überweisungsträger und die Angabe der kompletten Anschrift erforderlich. Vorbereitete Überweisungsträger liegen bei den Filialen der Sparkasse, bei der Volksbank und im Landratsamt in der Renzstraße 10 in Mosbach bereit.

Spendenkonten:
Sparkasse Neckartal-Odenwald – Kto.-Nr. 8888 – BLZ 674 500 48
Volksbank Mosbach (Kto.-Nr. 250031, BLZ 674 600 41)

5068-1
(Foto: Gemeinde Görlitz)

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: