Mudau diskutierte drei Sanierungsgebiete

Mudau. (lm) Bereits seit 1990 nutzt die Gemeinde Mudau konsequent die rechtlichen Instrumente der Städtebauförderung und insbesondere die damit verbundenen Fördermöglichkeiten im Rahmen des Landessanierungsprogramms des Landes Baden-Württemberg. So auch im Rahmen des geplanten Sanierungsgebietes ,,Vorstadt/Amorbacher Straße“, mit dem sich in seiner jüngsten Sitzung auch der Ortschaftsrat Mudau unter der Leitung von Ortsvorsteher Klaus Schork mittels einer vorgelegten Grobanalyse befasste.

Zu diesem Punkt konnte man auch Vertreter des Stadtplanungsbüros Voegele+Gerhardt aus Karlsruhe, Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger sowie Hauptamtsleiter Herbert Knapp begrüßen. Dieser erläuterte, dass städtebauliche Sanierungsmaßnahmen Maßnahmen seien, durch die ein Gebiet zur Behebung städtebaulicher Missstände wesentlich verbessert oder gestaltet werden können.

Als drittes Sanierungsgebiet in Mudau wurde eine Abgrenzung des künftigen Sanierungsgebietes vorgeschlagen: 1. Schloßauer Straße mit der Bebauung beiderseits, 2. Neuhofstraße mit der Bebauung nördlich davon, 3. Fläche des ehemaligen Sägewerks Link mit Umfeld, 4. Straße ,,Strüth“ und 5. die Odenwaldhalle und gegebenenfalls auch das Odenwaldstadion mit dem dazugehörendem Parkplatz in der Amorbacher Straße.

Die Gäste aus Karlsruhe stellten dem Ortschaftsrat die Grobanalyse vor. Sie verdeutlichten auch die Missstände, die vorhandene Baustruktur und die einzelnen Nutzungsarten der vorhanden privaten und gewerblichen Gebäude anhand von Auswertungen. Als Gesamtkosten des ca. 11 Hektar großen Sanierungsgebietes wurden um die 1,8 Mio. Euro genannt, womit laut Aussage des Hauptamtsleiters auch schon die Grenze des Machbaren für die Gemeinde erreicht wäre.

Der Ortschaftsrat wünscht sich dabei, dass die Anwohner rechtzeitig in die Gespräche eingebunden werden. Mit dem Bereich des Odenwaldstadions stimmte der Ortschaftsrat der vorgelegten Gebietsabgrenzung mit Aufnahme in das Landessanierungsprogramms einstimmig zu. Harald Grimm vom gemeindlichen Bauamt stellte anschließend noch die geplanten bzw. laufenden Baumaßnahmen innerhalb der Gemeinde wie z.B. die Stützmauer in der Donebacher Straße, die Abwasserplanung im Birkenweg, Parkplatz am ehemaligen Odenwaldkaffee, die Oberflächenwiederherstellung im Zuge der DSL-Leerrohrverlegung, die Hauptstraßenbepflasterung und die Hochwasserproblematik in der Talstraße.

Aus dem Ortschaftsrat wurde noch auf die Gefährdung durch die Pappeln in der Neuhofstraße aufmerksam gemacht und ein Rückschnitt alternativ eine Fällung angeregt. Die Behandlung von Bauanträgen, das Anbringen eines Werbeschildes, Säuberung von privaten, unbebauten Grundstücken und eine Information über den Ausbau der Straße von Mudau nach Schloßau mit Radweg komplettierten die öffentliche Sitzung des Mudauer Ortschaftsrates.

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