Schüttwa-Heimattreffen in Seckach

Seckach. (lm) Über 60 ehemalige Bürgerinnen und Bürger von Schüttwa waren der Einladung der Kirchensprengel-Ortschaftsräte Josef Willard und Josef Macht gefolgt. Damit dokumentierten Jung und Alt eindrucksvoll, wie wichtig ihnen auch das 16 Heimattreffen in Seckach war.

Man traf sich an der Schüttwaer Gedenkstätte auf dem Seckacher Friedhof, um aller Landsleute vom Kirchensprengel zu gedenken, die seit der Vertreibung verstorben sind und in ihren Familien, Dorfgemeinschaften und beim Heimattreffen bleibende Lücken hinterlassen haben. In die Gebete eingeschlossen waren auch die Vermissten und Gefallenen. Und wie Josef Macht betonte, sei man dankbar für die Losung des vereinten Europas „Nie wieder Krieg“, denn dadurch sei das Leben weiter und reicher geworden. Außerdem sei dadurch der millionenfache Tod und all sein Leid nicht umsonst gewesen.

Dieser Gedenkfeier schloss sich ein feierlicher Gottesdienst mit Pfarrer Bschirrer in der Klinge-Kirche „St. Bernhard“ an, der durch die Glocken von Schüttwa eingeläutet worden war. Auf diese Aufnahme, die man Harald Hilbert verdanke, sei man besonders stolz. Denn den meisten Anwesenden war dieser Klang noch vertraut und die Glocken von Schüttwa läuten heute in Kout. Mit von der Partie war an diesem Tag neben Pfarrer Bschirrer auch Bürgermeister Thomas Ludwig, dem es gleichermaßen Freude und Verpflichtung bedeutet, auf diese Weise die enge Verbundenheit zu dieser Patenschaft zum Ausdruck zu bringen. Denn sehr viele Schüttwaer haben mit ihren Nachfahren nach dem 2. Weltkrieg in Seckach eine neue Heimat gefunden und hier mit Optimismus, Fleiß, Zuverlässigkeit und Lebensfreude neu angefangen.

Beim 16. Heimattreffen stand nach dem Gottesdienst das gemütliche Beisammensein im Klinge-Gasthof „St. Benedikt“ mit dem gemeinsamen Mittagessen und dem Wiederbeleben der zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt. Dafür hatte einige auch lange Anreisen gerne in Kauf genommen, z. B. aus Bad Wildungen. Besonders schön für die Organisatoren war die Tatsache, dass sich relativ viele junge Menschen beim Treffen eingefunden hatten, obwohl ihnen eigentlich der persönliche Bezug zur alten Heimat fehlt.

Das Interesse an den eigenen Wurzel scheint ungebrochen, wie zum einen eine junge Frau mit der originalen Tracht ihrer Großmutter und zum anderen eine Power-Point-Foto-Show dokumentierten.

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(Foto: Liane Merkle)

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