MdL Georg Nelius besuchte ISO

„Aufschwung nicht überall angekommen“

Interessiert erfolgen die Geschäftsführerin Barbara Klein und SPD-Landtags­abgeordneter Georg Nelius die Präzisionsarbeit an neu erworbenen Pressen (Foto: Weidlich)

Mosbach. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge begrüßte Geschäftsführerin der Industrie Service Odenwald gGmbH (ISO), Barbara Klein, den SPD-Landtagsabgeordneten: „Es ist wirklich eine wunderbare Aufgabe als ein gemeinnütziges sozialwirtschaftliches Unternehmen psychisch kranke und behinderte Menschen in den Arbeitsalltag einzugliedern. Andererseits stellt die gesamtwirtschaftliche Entwicklung uns auch heute noch täglich immer wieder vor neue Herausforderungen!“

Die Integrations- und Zuverdienstfirma ISO gGmbH hat sich zur Aufgabe gemacht, psychisch kranke und schwervermittelbare langzeitarbeitslose Menschen in den Arbeitsalltag zu integrieren. Im Zuverdienstbereich mit geringfügiger Beschäftigung bietet die Firma stundenweise therapeutische Beschäftigung für Menschen, die wieder langsam in den Arbeitsalltag einsteigen wollen. Alle Arbeitsplätze zeichnen sich durch die Flexibilität der Arbeitszeit und durch eine besondere, wenig belastende Arbeitsatmosphäre aus. Trotz dieser herausfordernden Faktoren garantiert man die Einhaltung allgemeingültiger Qualitätsstandards und Termingenauigkeit. „Stolz“, so Klein, „sind wir darauf, uns im Qualitätsmanagement-Prozess nach DIN 9001-2000 mit jeder anderen Firma messen können.“

In der jüngeren Vergangenheit hatte die ISO gGmbH aufgrund laufender oder in Aussicht gestellter Aufträge erhebliche Investitionen getätigt, um individuell angepasste Arbeitsplätze im Produktionsbereich zu schaffen, damit Mitbürger mit Beeinträchtigungen eine wirtschaftlich und gesellschaftlich wertvolle Arbeit verrichten können. Doch die globale Wirtschaftskrise machte auch hier viele Hoffnungen zunichte, und ein Aufschwung ist derzeit kaum spürbar.

Angesichts dieser angespannten Situation gab Georg Nelius seiner Hoffnung Ausdruck, dass das zweite Standbein der Firma nun rasch konkrete Formen annehmen wird: Mit dem Bau und Betrieb einer Abenteuergolfanlage möchte die ISO gGmbH mitten in Mosbach einen neuen touristischen und freizeitorientierten Mittelpunkt für die gesamte Metropolregion und ein Treffpunkt mit einer familienfreundlichen Biergartengastronomie schaffen.

„Was mich besonders ärgert“, so der SPD-Abgeordnete G. Nelius, „ist die Tatsache, dass nun auch noch die minimalen Mehrwertsteuervergünstigen für diese gemeinnützige Einrichtung von der schwarz-gelben Bundesregierung gestrichenen werden. Was für Hoteliers Recht ist, das sollte doch einer Firma, die ganz spezielle Arbeitsplätze im Auftrag des Diakonischen Werkes schafft, billig sein!“

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