CDU-Fraktion für Option

Prüfantrag über Einrichtung einer Berufsoberschule im Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis. (khn) Im Mittelpunkt der Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion stand die durch das Bundesverfassungsgerichtsurteil notwendig gewordene Neuorganisation der „Jobcenter“, wozu Vorsitzender Karl Heinz Neser Stefan Beil als Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim und Jochen Münch, Geschäftsführer der Neckar-Odenwald-Agentur (NOA), begrüßen konnte.

Seit 2004 arbeiten die Agentur für Arbeit und der Landkreis in dieser kommunal geführten Arbeitsgemeinschaft eigentlich gut und kooperativ zusammen; die Kompetenzen beider Bereiche wurden gewinnbringend eingesetzt. Wegen der Mischverwaltung wird diese Organisationsform nach dem Urteil nicht mehr möglich sein, so dass der Kreistag nunmehr vor der Wahl „Option oder gemeinsame Einrichtung“ steht. Allerdings wird es für Baden-Württemberg nur fünf weitere Optionskommunen geben; die Auswahl trifft dann das Land.

Die CDU-Fraktion sprach sich nach umfassender Diskussion für die Option aus, da man sich bei der alleinigen kommunalen Wahrnehmung eine größere Eigenständigkeit, mehr Handlungsspielraum und die Chance auf eine aktive Gestaltung erhofft. Interessant war zu hören, dass 72% der Langzeitarbeitslosen im Kreis ohne Ausbildung sind und 49 Prozent als „arbeitsmarktfern“ gelten. Über die Landkreistochter Digeno konnten immerhin 30 Prozent in den Arbeitsmarkt vermittelt werden, was eine hohe Vermittlungsquote darstellt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung sprach sich die CDU-Fraktion für einen Prüfantrag an die Kreisverwaltung aus, die Einrichtung einer Berufsoberschule (Wirtschaftsoberschule) an den kaufmännischen Schulen zu prüfen. Die nächsten Berufsoberschulen sind in Mannheim und Stuttgart, deren Erreichbarkeit für Schüler aus unserem Landkreis nur unter schwierigen Bedingungen gegeben ist. Die Errichtung einer Berufsoberschule in unserem Landkreis wäre für Schüler aus den angrenzenden Landkreisen bzw. dem Stadtkreis Heilbronn von Vorteil und würde den Schulstandort Neckar-Odenwald-Kreis stärken. Durch den neuen Schultyp würden sich für Schülerinnen und Schüler der Realschule sowie Werkrealschule zusätzliche Chancen ergeben.

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