Wassersucher eröffnen „lohnende“ Kampagne

Symbolbild

Gerd Münch ist „Halbherr des Jahres“ – Fünfte Jahreszeit dauert 119 Tage

(Fotos: Liane Merkle)

Mudi. (lm) Es goss in Strömen, aber Tradition ist Tradition und die wird von den Mudemer Wassersuchern bei jedem Wetter gepflegt. Und zwar nicht nur von der Gallionsfigur „Noby“ Münch, sondern auch vom jüngsten Lehrling Kai Lorenz und der ganzen Narrenschar. Gemäß dem örtlichen Fastnachtsschlager „Un wenn des Lumpeglöckle klingt, dann senn mer all gleich do“…folgten sie dem Klang pünktlich um 19.53 Uhr.

Gerade diese Fastnachtseröffnung wollte keiner wirklich verpassen, denn seit langem gibt es mal wieder eine Kampagne, die sich mit 119 Tagen fünfte Jahreszeit wirklich lohnt. Da gilt es, ausgeschlafen zu sein und rechtzeitig die Schlafklamotten abzulegen. Und der Regen half durchaus, den Schlaf aus den Gliedern zu 7152-2bekommen und den beiden Wassersuchern half er ein wenig schneller als sonst auf die Sprünge oder besser gesagt zum lebenswichtigen „Eau de Mudagne“.

Das kostbare Nass wurde entsprechend der Urkunde verteilt, damit es jedem über die Kampagne reichen soll. Hajo! Oder besser gesagt „Mudi hajo“. Nun ließ es die Krachkapelle ein wenig an der gewohnten Begeisterung fehlen, was aber durchaus mit dem musikunfreundlichen Zustand der nassen Instrumente in Verbindung gebracht werden konnte. Dennoch wurde gesungen und geschunkelt und natürlich verlasen Ortsscheller Ralf Lorenz und Helmut Korger jr. die Traditionurkunde, in der die Mudauer Bevölkerung sehr eindeutig aufgefordert wurde, sich entsprechend dem Jahresmotto „Sou e Theater“ aktiv an der Kampagne zu beteiligen, keinen Blödsinn auszulassen und nicht die Abende vorm Fernseher zu verbringen.

Mit Spannung erwartet wurde die Bekanntgabe, wer zum Halbherrn des Jahres 2010 auserkoren war. 20 Jahre Schiedsrichter beim TSV Mudau bis in die höchsten Klassen, lange Jahre Präsident im Golfclub, 20 Jahre Gemeinderat, Kreisrat, Ehrendirigent der Mudauer Trachtenkapelle, über 50 Jahre Organist, seit „Menschengedenken“ Fotograf des Rosenmontagsumzugs und, und, und …

Ein wenig dankbarer Gerd Münch erläuterte, er sei zum einen kein Herr, und zum zweiten noch weniger gern ein halber Herr, werde aber die Entscheidung der Vorstandschaft würdigen und versuchen, diese „schwere Bürde zu tragen“. Und bevor alle bis auf die Haut durchnässt waren, zog die Narrenschar unter musikalischer Begleitung der Krachkapelle zum Gasthaus „Zur Pfalz“, wo der Hohe Wassersucherrat mit der Wasserprobe vereidigt wurde.

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(Fotos: Liane Merkle)

Infos im Internet:
www.KaGeMuWa.de

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