Adventon trotzt Großbrand

Nach Scheunenbrand keine Pause

Osterburken. Der Westflügel der Marienhöhe, dem Gutshof in Osterburken auf dem im fünften Jahr der mittelalterliche Erlebnispark gebaut wird, ist ein Opfer der Flammen geworden. Am frühen Sonntagmorgen, 06. Dezember, muß es zu einem Schwelbrand gekommen sein. Gegen 9.20 Uhr stand jedenfalls eine Rauchsäule über dem Trakt, der die Informatio, das Kinder-Weihnachtsbasteln, die Edelsteingrotte, die Bildhauerwerkstatt und die Zelthalle, sowie die Krippenausstellung beherbergte. Ungefähr zeitgleich riefen Mitarbeiter und der zu diesem Zeitpunkt eintreffende Geschäftsführer die Feuerwehrnotrufnummer. 140 Wehrmänner löschten den Brand. Der Sachschaden an den Gebäuden wird inzwischen auf rund 300.000 EUR geschätzt, die Inneneinrichtungen dürften rund 100.000 EUR gekostet haben.

Ein herber Schlag für das junge Unternehmen. „Show must go on“, liess Geschäftsführer der Histotainment GmbH, Michael E. Wolf , seine Mitarbeiter und Besucher sowie Schaulustige und Presseleute wissen. „Am kommenden Wochenende wird es wieder ein Bürgermahl geben und auch das Weihnachtsdorf findet statt. Vielleicht nicht ganz so mittelalterlich wie wir vorhatten, aber dennoch mit Kerzen und Fackeln und Feuern. Und das hat nichts mit Leichtsinn zu tun, sondern mit dem Konzept. Natürlich kann mal etwas passieren und niemand wünscht sich so etwas. Aber den Kopf in den Schnee stecken, gilt nicht. Wir tun, was wir können, um solche Unfälle zu vermeiden.“

Die Ermittlungen laufen noch, was genau die Ursache gewesen war, die zu dem Unfall führte. Die Brandsicherheitseinrichtungen jedenfalls waren vorbildlich. In den verkohlten Resten des Gebäudes sind in jedem Raum mindestens zwei Feuerlöscher vorhanden, Löschwasserreservoir und Hydranteneinrichtungen haben funktioniert, offizielle Stelle und Wehren schnell alarmiert. „Der Brand entwickelte sich so rasend schnell, daß neben den eigenen Löschversuchen gleichzeitig die Feuerwehr unterrichtet wurde, wir unsere eigenen Löschschläuche ausrollten, die Unterflurhydranten vom Eis befreiten, so daß die eintreffenden Wehren gleich an die nötigen Wasserstellen anschließen konnten. Wir danken den Einsatzkräften vorort, für die schnelle Hilfe. so Wolf gegenüber den Medien.“

Betroffen sind vor allem die Weihnachtsausstellung, die komplett ausbrannte, sowie die Bastelaktionen, die es in Adventon zu den Veranstaltungen für Kinder gibt. Finanziell der grösste Verlust ist für den Betrieb die tatsache, dass sämtliche Wikinger- und Ritterzelt, die Besucherzelte, und Cateringeinrichtungen dem Feuer zum Opfer fielen. Problematisch dabei vor allem, dass die Aussteller aus Karlsruhe und Augsburg, die von Anfang an die Entwicklung des Parks begleiten ihren Waren- und Materialeinsatz nicht versichert hatten.

KMit Polizei und Feuerwehr wurde vereinbart, den Bereich unmittelbar vor dem Westflügel mit Bauzäunen gegen unbefugtes Betreten zu sichern, damit ein geordneter Betrieb des Weihnachtsmarktes am Sonntag wie am kommenden Wochenende stattfinden kann. Inzwischen wurden auch Spürhunde eingesetzt, um den Einsatz von Brandbeschleunigern und ein absichtliches Entzünden ausschließen zu können. Bürgermeister Jürgen Galm überzeugte sich vor Ort in einem Gespräch mit Andreas Fürst zu Leiningen, dem Grundeigentümer und Mitgesellschafter und dem Geschäftsführer Michael Wolf, daß alles getan wird, um Besucher und Abläufe sicher zu stellen. Am Dienstag und Mittwoch sind die Versicherer und Gutachter vorort gewesen, um eine schnelle Abwicklung und einen raschen Wiederaufbau zu ermöglichen. Die für das kommende Jahr geplante Ausstellung zur Geschichte der Schuhmode wird um ein Jahr verschoben, alle anderen Veranstaltungen finden wie geplant statt.

Das Weihnachtsdorf auf der Marienhöhe hat am kommenden Wochenende an beiden Tagen von 11. bis 19 Uhrgeöffnet, die Karten für die freitägliche Dinnershow behalten ihre Gültigkeit.

Infos im Internet:
www.adventon.de

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