Grünes Urgestein gibt Mandat auf

Rainer Miksch gewürdigt – Pionier für erneuerbare Energien

(Foto: privat)

Osterburken. (bd) In der letzten Kreismitgliederversammlung des Jahres war für die gerade 30 Jahre alten GRÜNEN eine ganz ungewöhnliche  Verabschiedung vorzunehmen. Rainer Miksch zieht sich als Mandatsträger aus der aktiven Kommunalpolitik zurück. Seit 1984 gehört er ununterbrochen dem   Gemeinderat in Osterburken an – hierzulande ein aüßerst seltenes Jubiläum für einen Grünen.

„In der Ehe wird nach einer solch langen Zeit schon die „Silberne Hochzeit“ gefeiert und im Betrieb gibt für derartige Arbeitsjubiläen eine Urkunde und einen Blumenstrauß“, so Kreisvorsitzende Christine Böhm. Gemeinsam mit  der Co-Vorsitzenden Christine Denz und Landtagskandidatin Simone Heitz  würdigte sie Miksch’s politische Leistung und sein langjähriges Engagement vor den Mitgliedern. Rainer Miksch war Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Osterburken (BIO) und engagierte sich mit seinen MitstreiterInnen weitsichtig für  Umwelt- und Naturschutz und gegen ausufernden Straßenbau. „Der Protest für den Erhalt eines Baumes war der Auslöser für die BIO – Gründung“, zog Miksch eine Paralelle zur Protestwelle bei Stuttgart 21. Als einer der ersten grünen Kommunalpolitiker zog er 1984 für die BIO in den Gemeinderat ein und arbeitete dort zunächst zusammen mit Herbert A. Gebhardt, in den letzten Jahren dann als Einzelkämpfer.

Sein Engagement beschränkte sich jedoch nicht nur auf Naturschutz und Verkehrsprojekte, Rainer Miksch sei auch ein Pionier in Sachen Erneuerbare Energien. Er bot mit der BIO als einer der ersten Montagekurse für den Eigenbau von Solaranlagen an, – seine eigene Anlage liefere schon über 20 Jahre verlässlich warmes Wasser – er engagierte sich auch für die Windstandorte rund um Osterburken.

Für die Grünen stellte er sich von 1998 – 2000 als Kreisvorsitzender zur Verfügung und habe auch nach seinem Rückzug aus diesem Amt weiterhin als hochengagiertes und zuverlässiges Basismitglied im Kreisverband mitgearbeitet. Als „sichere Bank“ in allen Wahlkämpfen und bei Veranstaltungen konnten die Grünen fest auf ihn zählen. Beispielhaft wurde sein Einsatz als „Grüner Nikolaus“ beim Start der S-Bahn genannt, als er unter den Bahnreisenden frischgebackene „Ess-Bähnchen“ verteilte.

Zum Dank überreichte der Kreisvorstand Rainer Miksch eine Einladung zu einem Kabaretttabend mit seiner Frau Gerhild und zum Grünen Neujahrsempfang am 08. Januar in Mosbach, wo mit Fritz Kuhn die heiße Phase des Wahlkampfes gestartet wird. Der Geehrte dankte den Laudatorinnen und bot Simone Heitz seine Unterstützung im Wahlkampf an, sie als erfahrene Kommunalpolitikerin sei prädestiniert die Grünen Anliegen auch im Land fundiert zu vertreten.

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