CDU-Altkreisräte erörtern Stuttgart 21

Neckar-Odenwald-Kreis. „Auf Einladung von Altbürgermeister Hornberger trafen sich die CDU-Altkreisräte dieser Tage in der Forstbetriebsleitung Schwarzach. Landrat Dr. Brötel hieß die Altkreisräte als Hausherr der Schwarzacher Tiefburg herzlich willkommen und zeigte sich erfreut über das große und ungebrochene Interesse der Gäste an kreispolitischen Themen. Besonders freute man sich über den Besuch des hiesigen Landtagsabgeordneten und ehemaligen Land- und Forstwirtschaftsminister Peter Hauk.

„Der Neckar-Odenwaldkreis ist ein Waldkreis“, so Landrat Dr. Achim Brötel bei seiner Begrüßung. 46.000 ha, das sind 42% der Kreisfläche, sind mit Wald bedeckt. Nachhaltig produzieren die Wälder Jahr für Jahr über 250.000 Festmeter Nutzholz. Etwa 10.000 LKW-Ladungen rollen so zu den Kunden. „Die Wälder leisten damit einen Beitrag zur Versorgung der heimischen Holzindustrie, spielen eine wichtige Rolle beim Schutz des Klimas, sie bieten viel Platz für Erholung suchende Menschen und sind wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten“, charakterisiert der Landrat das Multitalent Wald. Zur nachhaltigen Sicherung dieser Funktionen bedarf es einer schlagkräftigen Forstverwaltung. Forstdirektor Dietmar Hellmann stellte die Änderungen der Forstorganisation im Lande und im Kreis der letzten 10 Jahre vor. „Sie werden die heutige Organisationsstruktur der Forstverwaltung nicht wieder erkennen. Gegenüber Ihrer aktiven Zeit als Kreisräte hat sich sehr vieles grundlegend verändert“, so Hellmann. Aus der alten Landesforstverwaltung wurde 2009 ForstBW, ein Eigenbetrieb des Landes zur Bewirtschaftung des Staatswaldes und zur Betreuung der Gemeindewälder und des Privatwaldes im Lande. Im Kreis betreuen an drei Standorten die Forstbetriebsleitungen in Adelsheim, Walldürn und Schwarzach mit ihren Revierbeamten ca. 36.000 ha Wald, während die Forsthoheit in Mosbach neben forstlichen Fragen auch für die Arbeitsbereiche Waffenrecht und das Kreisjagdamt arbeitet.

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Peter Hauk, selbst auch ehemaliger Kreisrat, sprach in einem Kurzreferat zur aktuellen Landespolitik zum Thema Stuttgart21: „Ein besonderes Anliegen ist es mir immer wieder, die Vorteile, die das Zukunftsprojekt gerade auch für den NOK hat, zu betonen“, erklärte Hauk und machte deutlich, dass vor allem die Anbindung an den Stuttgarter Flughafen oder auch an die Stuttgarter Messe erheblich besser werde. „Wo wir heute ab Mosbach-Neckarelz noch eine Fahrtzeit von 1 Stunde und 58 Minuten haben, die auch einen beschwerlichen, 9-minütigen Fußweg am Umstieg am Stuttgarter Hauptbahnhof beinhaltet, werden wir dann auf eine bequeme und umstiegsfreie Verbindung mit einer Fahrtzeit von 1 Stunde und 30 Minuten kommen.“ Ebenso profitiere man von der Fahrtzeitverkürzung von Stuttgart nach Ulm von 54 auf 28 Minuten, wenn man in Richtung Ulm/München unterwegs sei. Und schließlich werde durch die komplette Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens, zusammen mit der weiterführenden Neubaustrecke nach Ulm, das Bahnangebot im Fern- und Regionalverkehr deutlich ausgeweitet. „Außerdem ergeben sich viele Vorteile durch erhebliche Reisezeitgewinne zu vielen Zielen im Land aufgrund der neuen Durchmesserlinien. Für Mosbach entsteht eine Direktverbindung nach Tübingen und was noch viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass der Anschluss und der weitere Ausbau der Linie Würzburg-Heilbronn-Stuttgart-Ulm interessant und attraktiv werden wird“, ergänzte Hauk. Das Bahnprojekt stärke ohnehin den gesamten Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und sichere Wachstum und Beschäftigung. Interessiert und zustimmend verfolgten die Altpolitiker die Ausführungen und diskutierten daraufhin rege zu diesem Thema.

Zum Abschluss des Treffens führte Bernhard Knörzer, Leiter des Forstlichen Hauptstützpunktes Schwarzach, durch die Aus- und Fortbildungsstätte für Forstwirte. Auch hier zeigten sich die Altkreisräte beeindruckt vom großen gemeinsamen Engagement des Landes und des Kreises in der Ausbildung junger Menschen und in der Fortbildung vieler Brennholzselbstwerber aus dem ganzen Kreisgebiet.

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