„Großer Wurf“ bei B 292 steht aus

Neckar-Odenwald-Kreis. Dass „Mobilität ein, wenn nicht vielleicht sogar das Zukunftsthema überhaupt“ ist, betont Landrat Dr. Achim Brötel immer wieder. In einem Flächenlandkreis wie dem Neckar-Odenwald-Kreis, der erklärtermaßen zum Ländlichen Raum und mitnichten zu einem städtischen Ballungsgebiet einschließlich gut ausgebautem Öffentlichem Nahverkehr zählt, ist ein gut funktionierendes und belastbares Straßennetz deshalb unverzichtbar.

Vor diesem Hintergrund ist ein erneuter Vorstoß des Landrats zu sehen, der einmal mehr den weiteren dreistreifigen Ausbau der B 292 zwischen Mosbach und Sinsheim zum Thema hat. Dabei gibt es jetzt einen wichtigen weiteren Verbündeten: auch Stefan Dallinger, der neue Landrat des Rhein-Neckar-Kreises unterstützt die Forderung nämlich nachdrücklich, geht es doch nicht nur um die Interessen des Neckar-Odenwald-Kreises, sondern auch um die des östlichen Rhein-Neckar-Kreises. In einem gemeinsamen Schreiben an den Karlsruher Regierungspräsidenten Dr. Rudolf Kühner betonen die beiden Landräte unisono die absolut zentrale Rolle der B 292 insbesondere mit Blick auf die Funktion dieser Straße als Autobahnzubringer und als wichtige Verbindung in die Zentren der Metropolregion Rhein-Neckar.

Tatsächlich befindet sich derzeit gerade ein weiteres Teilstück zwischen Helmstadt und Reichartshausen in der Umsetzungsphase zur dreispurigen Straße. Die Landräte danken dem Regierungspräsidenten deshalb auch für die bisherige Unterstützung, betonen aber zugleich, dass alles, was bisher geschehen ist, aufgrund der unzureichenden Mittelausstattung durch den Bund leider immer nur Stückwerk geblieben sei: „Der große Wurf, den unsere Region so dringend bräuchte, steht noch aus.“

„Der Neckar-Odenwald-Kreis und der Rhein-Neckar-Kreis ziehen in dieser wichtigen Frage an einem Strang“, so Landrat Dr. Brötel, der seinem Heidelberger Kollegen Dallinger für die Unterstützung ausgesprochen dankbar ist – „Sinnbild einer auch sonst hervorragenden Zusammenarbeit“. Das Ziel der beiden Landräte lässt sich deshalb auf einen einfachen Nenner bringen: „Wir wollen gemeinsam eine deutliche Verbesserungen in der Mittelausstattung für den Bundesstraßenbau in unserer Region erreichen“. Vielleicht werde es ja mit vereinten Kräften eher gelingen, den guten Argumenten auch den gebotenen Nachdruck zu verleihen.

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