Wallfahrt mit besonderer Strahlkraft

„Unser tägliches Brot gib uns heute“

Walldürn. (dr) Mit großen Schritten rückt die Hauptwallfahrtszeit, die vom 19. Juni bis 17. Juli 2011 stattfinden wird, immer näher. „Unser tägliches Brot gib uns heute“, so lautet das Thema, welches bereits schon Anfang November 2010 beim Treffen der Pilgerführerinnen und Pilgerführer vorgestellt und inhaltlich erläutert wurde. Derzeit laufen im Wallfahrtsbüro die Vorbereitungen auf Hochtouren, um den rund 120 Pilgergruppen, sowie zahlreichen Busgruppen, die sich in diesen vier Wochen am Walldürner Heilig-Blut-Altar einfinden werden, auch einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Über die Jahrhunderte hinweg hat sich das eher kleine Odenwaldstädtchen zu einer bedeutenden Wallfahrtsstadt entwickelt, deren besondere Strahlkraft weit über die Region hinaus reicht und sich bundesweit und sogar bis in das benachbarte Ausland hinein ausgewirkt und damit einen Namen gemacht hat. Im Mai 2010 weilte sogar eine Gruppe aus Übersee am Wallfahrts- und Erholungsort, die im Rahmen einer mehrtägigen Pilgerreise durch Europa, die Walldürner Wallfahrt mit eingebunden hat.

Unbestritten, es herrscht eine ganz eigenartige Atmosphäre gerade in dieser vierwöchigen Hauptwallfahrtszeit. Den abertausenden von Pilgerinnen und Pilgern, die sich jedes Jahr auf den Weg zum Heiligtum nach Walldürn aufmachen, um vor dem Gnadenaltar das Heilig Blutkorporale anzubeten, gibt dieser Wallfahrtsort Kraft und Halt für die Herausforderungen des Alltags. Schwierigkeiten erkennen, loslassen und annehmen und aus dem Gebet heraus neuen Mut und Zuversicht schöpfen, das sind immer wieder die Erfahrungen und Anliegen, die gerade in unserer schnelllebigen Zeit ganz weit vorne stehen. Aber auch einfach Dank sagen für das, was einem das Leben an Positivem gibt, gehört zu den Anliegen der Pilgerscharen. Die Wallfahrtsbasilika Zum Heiligen Blut hat in der Tat „durchbetete Räume“ und bietet eine Kraftquelle des Glaubens, wie es einer der zahlreichen Bischöfe und Kardinäle, die in Walldürn die Heilige Messe feierten, zum Ausdruck gebracht hat.

Auch in diesem Jahr werden wieder eine ganze Reihe von Würdenträgern, aus den verschiedenen Bistümern Deutschlands, am Wallfahrtsplatz und in der Basilika Pontifikalämter zelebrieren. Für viele Gläubige ist es mit einer der Höhepunkte ihrer Wallfahrt nach Walldürn. Die Entwicklung der Wallfahrt zum Heiligen Blut ist aber nicht nur auf diese vier Wochen nach Pfingsten ausgerichtet, sondern ist mittlerweile auch in den besonderen Wallfahrtstagen außerhalb dieser Zeit fest verankert.

Den Beginn macht 2011 der Dekanatswallfahrtstag am Mittwoch, 11. Mai, dem sich der beliebte Wallfahrtstag der Erstkommunionkinder am Samstag, 28. Mai anschließt. Alle Motorradfreunde kommen dann am Pfingstsamstag, 11. Juni nach Walldürn und am 10. September findet wieder die traditionelle „Rundfahrt für den Frieden“ für alle Radlerinnen und Radler statt. Am Sonntag, 25. September wird es wieder einen Wallfahrtstag der Kolpingfamilien geben, der von der Walldürner Kolpingfamilie vorbereitet und organisiert wird. Vom 07.-09. Oktober wird erstmals eine Wallfahrt für Wohnmobilisten in Zusammenarbeit mit der Firma Goldschmitt stattfinden.

Diese zusätzlichen Wallfahrtstage und religiösen Angebote werden immer stärker frequentiert und gehören damit zum jährlichen Wallfahrtsgeschehen dazu. Im Januar 2011 werden wieder hunderte Pfarreien, Seelsorgeeinheiten und Busunternehmer angeschrieben und über das aktuelle Wallfahrtsprogramm informiert.

Das noch recht junge Internetportal, über die Wallfahrt Zum Heiligen Blut in Walldürn, findet einen ungebremsten Zuspruch und zählt von Jahr zu Jahr rasante Zugriffssteigerungen. Vor allem die Plattform für die einzelnen Pilgergruppen, die vor gut einem Jahr eingeführt wurde, zählt bereits elf Einträge, die von den jeweiligen Pilgergruppen inhaltlich konzipiert werden. Interessante Berichte über die Entstehung und Abläufe dieser Fußwallfahrten sind hier beschrieben. Mit diesem Internetportal hat sich die Wallfahrt in Walldürn auch den modernen Medien geöffnet und bietet dem Betrachter zahlreiche Informationen rund um die Geschichte dieses Gnadenortes im Odenwald.

Natürlich blickt man in Walldürn, aus aktuellem Anlass des Deutschlandbesuches von Papst Benedikt XVI. im September 2011, ganz gespannt auf die Ausgestaltung des Besuchsprogramms dieser Papstreise. Für einen Besuch des Heiligen Vaters im Heiligtum von Walldürn hat man sich bereits schon frühzeitig in 2008 und auch jetzt ganz aktuell beworben. Die Katholische Kirchengemeinde St. Georg, der Neckar-Odenwald-Kreis und die Stadt Walldürn ziehen dabei an einem Strang und hoffen zumindest auf einen Kurzbesuch des Papstes, der nicht unrealistisch erscheinen mag und die Strahlkraft dieses größten Eucharistischen Wallfahrtsortes Deutschlands in besonderer Weise unterstreichen würde.

Infos im Internet:
www.wallfahrt-wallduern.de

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