Seckach blickt optimistisch in die Zukunft

,,Die Gemeinde Seckach kann und wird optimistisch in die Zukunft blicken und attraktiv sowie auf der Höhe der Zeit bleiben,“ so Bürgermeister Thomas Ludwig in seiner Neujahrsansprache. (Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) ,,Die Gemeinde Seckach kann und wird optimistisch in die Zukunft blicken und attraktiv sowie auf der Höhe der Zeit bleiben,“ so Bürgermeister Thomas Ludwig in seinem Jahresrück- und Ausblick im Rahmen des traditionsreichen Neujahrsempfanges in der Großeicholzheimer Schlossgartenhalle im Beisein zahlreicher Bürger und Gäste aus dem regionalen und überregionalen Bereich.Nach dem Einzug der heimischen Sternsinger mit anschließendem Vortrag unter dem Leitwort ,,Kinder zeigen Stärke“, stimmte der MGV Liederkranz Großeicholzheim unter der Leitung von Hubert Knapp mit ,,Weihnachtsglocken“ und einem ,,Gebet“ passend auf die Inhalte des Neujahrsempfanges ein.

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Thomas Ludwig über die gute Resonanz dieser Veranstaltung, die auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in den einzelnen Ortsteilen dokumentiere. ,,Mit diesem Neujahrsempfang wollen wir auch den Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in und für die Gemeinde engagieren, die Referenz erweisen und öffentlich Dank sagen“. Ein besonderer Willkommensgruß galt den beiden Landtagsabgeordneten Georg Nelius und Peter Hauk, Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden mit Bürgermeister Andreas Böer aus der Seckacher Partnergemeinde Reichenbach/Oberlausitz, Gemeinde- und Ortsräten, Ehrenbürger Ekkehard Brand und den Vertretern der Kirchen, Schulen, Vereinen, Institutionen und der Wirtschaft.

Neben dem MGV Liederkranz sorgten Claire und Tim Winkelhöfer von der Musikschule Bauland für eine ebenso würdige wie gekonnte musikalische Umrahmung.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Seckach optimistisch in die Zukunft“ url=“//www.nokzeit.de/?p=8391″] Erfreulich für den Charakter der Veranstaltung wurde die Tatsache empfunden, dass Bürgermeister Thomas Ludwig in seinem Jahresrückblick auf welt-, bundes- und landespolitische Geschehnisse verzichtete und mehr die heimischen Aktivitäten mit Bildunterstützung durch Reinhard Eckl fokussierte. Als wichtigste Jahresereignisse im Straßenbau nannte der Bürgermeister den seit mehr als drei Jahrzehnten in der Planung und derzeit im Bau befindlichen Ausbau der Landesstraße zwischen Seckach und Großeicholzheim und die neue Verbindungsstraße zur Friedhofsstraße in Großeicholzheim als ,,Motor“ für die dort ansässige Firma Schadler. Gleichzeitig wurden als Ausgleichsmaßnahmen 480 Sträucher, 80 Obstbäume und 45 Laubbäume gepflanzt sowie ein 1,1 Hektar großer Gewässerrandstreifen entlang der Amelsbach angelegt. Die Gemeinde Seckach sei weiterhin auf dem Weg zu einer energieeffizienten Einheit und so seien weitere energetische Sanierungsmaßnahmen an den Hochbauten, wie z. B. die neue Heizung in der Seckachtalschule mit Neukonzeption der Wärmeversorgung von Grundschule, Schlossgartenhalle und Kindergarten als kleines Nahwärmenetz realisiert worden. In diesem Sinne wolle man das bereits begonnene Projekt eines örtlichen Nahwärmenetzes in Kooperation mit dem vorhandenen Biomasseheizkraftwerk weiter verfolgen. Im Rahmen der Breitbandinfrastruktur konnten erhebliche Verbesserungen erreicht werden und so wird man in Zimmern und Großeicholzheim bis spätestens Ende diesen Jahres über einen schnellen Internetzugang verfügen. Als nicht weniger wichtig wurde das Wasserleitungsnetz weiter erneuert und ausgebaut, um die Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.

Nach dem Erwerb von Gebäuden und Freiflächen konnte nach dem Worten des Bürgermeisters die Stadtsanierung mit Dorfentwicklung maßgeblich weiter vorangetrieben werden und wieder angepackt werden sollen die Planungen für den innerörtlichen Hochwasserschutz in Seckach und Zimmern. Bei der Dorfentwicklung liege der Schwerpunkt derzeit im alten Ortskern von Zimmern und der rückläufigen Einwohnerzahl Rechnung tragend, habe man sich bezüglich der Erschließung von Bauplätzen sehr zurückgehalten, könne aber in allen Ortsteilen geeignete Bauplätze für Interessierte anbieten.

Zielstrebig arbeite man weiter am bedarfsgerechten Ausbau bei den Bildungseinrichtungen, die sich aber auch schon jetzt als gut aufgestellt und ausgestattet präsentieren. Als Meilenstein in der Schulgeschichte in Seckach nannte Ludwig die gelungene Einführung der Werkrealschule neuen Typs in Seckach, die man zusammen mit den Gemeinden Schefflenz und Billigheim mit Leben erfüllen will. Ein besonderes Augenmerk legte der Bürgermeister, nicht ohne sichtlichen Stolz, auf das in der Gesamtgemeinde mit großem Erfolg praktizierte Modellprojekt ,,Nachhaltige Kommunalentwicklung“, bei dem sich engagierte Bürgerinnen und Bürger sach- und fachkundig in Projekte für die Allgemeinheit als Lokale Agenda einbringen.

Gleiches gelte für das beispiellose ,,Bürgerprojekt Wasserschloss Großeicholzheim“, für das man einen Landespreis erhalten habe. Als weitere Folge bürgerschaftlichen Engagements war von Architekturstudenten aus Chicago zwischen Seckach und Bödigheim eine Flurkapelle errichtet worden, wofür die Verantwortlichen um das Büro Ecker-Architekten mit einem Preis als höchste Auszeichnung des US-amerikanischen Architektenverbandes belohnt worden waren.

Als weitere Beispiele für ehrenamtliches Engagement nannte Ludwig die Übernahme von Patenschaften für Straßenbäume in den Wohngebieten Gänsäcker und Weissbäumlein, die Bahnhofspatenschaften durch die DIGENO für die Stationen Eicholzheim, Seckach und Zimmern und natürlich das große Engagement in den zahlreichen Vereinen und Organisationen mit u.a. für das beliebte Sommerferienprogramm.

Achtung und Anerkennung verdienen auch die Feuerwehren mit ihren zahlreichen Aktivitäten, die lebendigen und harmonischen Patenschaften, das Klingefest, die Eurokommunale und die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, so Bürgermeister Thomas Ludwig weiter.

Am Ende seines Rückblicks rief Ludwig dazu auf, sich auch künftig gemeinsam für Realisierungen verschiedener Projekte einzusetzen und den Gemeinsinn weiter auszuleben.

In den Grußworten der Ehrengäste stand das durchaus abfärbende Miteinander in der Gesamtgemeinde im Mittelpunkt. Dies sei als besonderer Vorteil des ländlichen Raums zu werten. Hier stünden die Menschen im Mittelpunkt, was zu größtem Optimismus berechtige. Denn die Baulandgemeinde mit ihren lebendigen Ortsteilen lebe vor, dass man in Problemen Aufgaben sehen könne, die man angehen müsse.

Mit Dankesworten für das kooperative Miteinander leitete Großeicholzheims Ortsvorsteher Reinhold Rapp zum gemütlich Teil über.

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Seckach waren viele Ehrengäste gekommen. (Foto: Liane Merkle)
Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Seckach waren viele Ehrengäste gekommen. (Foto: Liane Merkle)

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