Bei „Erneuerbaren Energien“ auf Platz 1

Neckar-Odenwald-Kreis. Beim Surfen im Netz kann man allerhand entdecken. Auch zum Thema „Erneuerbare Energien“ gibt es zahllose Seiten. Eine davon ist die Internetplattform www.energymap.info, hinter der die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, ein anerkannter technisch-wissenschaftlicher Verband für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz mit über 3.000 Mitgliedern steht. Die Macher dieser Seite sehen den Neckar-Odenwald-Kreis ganz aktuell bei der Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien auf Platz 1 in Baden-Württemberg – zusammen mit dem Landkreis Schwäbisch Hall.

„Dass wir den Strombedarf der privaten Haushalte schon längst zu weit mehr als 100 Prozent selbst abdecken können, ist zwar nach wie vor eigentlich eine kleine Sensation, vom Neuigkeitsgehalt her inzwischen aber eher ein „alter Hut“. Aber dass wir auch beim Gesamtstrombedarf, der ja ein Mehrfaches davon ist, so gut da stehen, war mir neu“, erklärt Landrat Dr. Achim Brötel, der sich nichtsdestotrotz über die Meldung freut.

Die eigenen Berechnungen sind bisher von 25,6 Prozent regenerativer Energie ausgegangen, bezogen auf den gesamten Strombedarf. Energymap sieht den Kreis allerdings schon bei 31 Prozent.  Der landesweite Durchschnittswert liegt hingegen nur bei neun Prozent, der im Regierungsbezirk Karlsruhe sogar nur bei acht Prozent. Damit steht der Neckar-Odenwald-Kreis nicht nur knapp, sondern sogar sehr deutlich an der Spitze. Und ist mit dem Landkreis Schwäbisch Hall unangefochten Tabellenführer der „Erneuerbaren Energien-Landesliga“ in Baden-Württemberg.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Bei „Erneuerbaren Energien“ auf Platz 1″ url=“//www.nokzeit.de/?p=8648″] Ein anderer Vergleich, der den riesigen Vorsprung deutlich macht: Offizielle Zielvorgabe des Landes Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sind gerade einmal 20 Prozent. Der Neckar-Odenwald-Kreis ist also jetzt mit 31 Prozent  schon sehr viel weiter, als das Land in zehn Jahren überhaupt erst sein will.

Auch der Vergleich zur Metropolregion Rhein-Neckar kann sich mehr als sehen lassen. Mannheim liegt da bei nur 14 Prozent, Heidelberg und der Rhein-Neckar-Kreis bei gerade mal vier Prozent.

Im Neckar-Odenwald-Kreis selbst sind die absoluten Spitzenreiter Neckarzimmern (232 Prozent)  und Neckargerach (168 Prozent), basierend auf den großen Wasserkraftwerken am Neckar. Auf Platz 3 und 4 folgen dann Obrigheim (98 Prozent) und Buchen (90 Prozent) – hier wird im Wesentlichen Strom aus Biomasse gewonnen. Auf Platz 5 folgt Rosenberg (70 Prozent), dort maßgeblich geprägt durch Biogas. „Diese Zahlen sind beeindruckend, und was noch schöner ist: damit sind wir noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Die Entwicklung weg von den fossilen Energieträgern und hin zu Erneuerbaren Energien wie Solarstrom, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Klärgas oder Geothermie geht weiter“, so der Landrat.

Infos im Internet:
www.energymap.info

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