Kriminelle schaden Landwirtschaft

SPD-Delegation beim Vor-Ort-Termin auf dem Breitenbronner Forlenhof

Von den Futterpflanzen zum Ei: Dr. M.C. Göring, J. Graßer und MdL G. Nelius hörten mit Interesse, welche große Sorgfalt Landwirt H. Reinmuth (2.v.l.) walten lässt. (Foto: Weidlich)

Breitenbronn. (kw) „Es darf nicht hingenommen werden, dass durch kriminelle Handlungen Einzelner unsere gesamte Landwirtschaft Gefahr läuft, in Verruf zu kommen.“ so SPD-Landtagsabgeordneter Georg Nelius. Die aktuellen Ereignisse um mit Dioxinen verseuchte Futtermittel nahm Nelius zum Anlass, sich in Begleitung des Aglasterhausener SPD-Vorstandmitglied Dr. Michael Christian Göring und dem SPD-Gemeinderatsfraktionsvorsitzenden Jürgen Graßer vor Ort auf dem Forlenhof des Hermann Reinmuth zu Informieren. Die Familie Reinmuth betreibt in Breitenbronn schon seit 1958 einen Geflügelbetrieb mit Hofladen.
„Ich garantiere ein Höchstmaß an Qualität meiner Produkte durch drei miteinander verzahnte Bereiche: eine intensiv begleitete Junghennenaufzucht, eine gewissenhafte Legehennenhaltung und das Füttern von selbst angebautem und selbst vorbereitetem Futter.“

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Kriminelle schaden Landwirtschaft“ url=“//www.nokzeit.de/?p=8705″] Die Junghennen werden unmittelbar nach dem Schlüpfen intensiv beobachtet, um auf eventuelle Entwicklungsdefizite rasch reagieren zu können. Durch das Aufziehen der Junghennen im eigenen Hof kann verhindert werden, dass Krankheiten von außen unkontrolliert eingeschleppt werden.

Zur Fütterung kommen etwa 80% selbst angebaute Futtermittel, ausschließlich Weizen, Gerste, Sojabohnen und Mais. Auch das Mahlen in verschiedenen Schrotungen für eine ausgewogene Aufnahme der Inhaltsstoffe erfolgt auf dem Hof. So kann garantiert werden, dass keine unerwünschten Stoffe von außen hinzugelangen können.
Obwohl in Deutschland EU-weit gesehen die schärfsten Kontrollvorschriften existieren, geht Reinmuth freiwillig noch darüber hinaus.

„Ich rate jedem Verbraucher, sich beim Einkauf die Erzeugernummer anzusehen, um sicher zu gehen, dass das Ei auch wirklich aus Baden-Württemberg stammt.“ so Reinmuth. Die Erzeugernummer ist ein direkt auf das Ei gedruckter Zahlen-/Buchstabencode, der im ersten Block die Art der Haltung angibt, im zweiten das Herkunftsland und im dritten den Erzeuger – und wenn der dritte Block mit „08“ beginnt, dann kann man sicher sein, dass es ein baden-württembergischer Erzeuger ist. Man sollte den Erzeugercode nicht mit der Packstellen-Nummer verwechseln. Die ist auf der Verpackung angebracht, beginnt mit „P.N.“ und gibt nur Auskunft über den Ort, an dem das Ei in die Verpackung kam.

Die Eier aus dem Forlenhof werden direkt vermarktet und im Gebiet zwischen Eberbach, Neckarbischofsheim und Mosbach vertrieben. Man findet sie unter anderem bei den Metzgern Blatt (Aglasterhausen), Renz (Mosbach) oder Sauer (Neckarelz) sowie bei den Bäckereien Mayer (Neckarelz) oder Lorenz (Neckargerach).

Zum Abschluss warnte MdL Georg Nelius noch einmal eindringlich: “Es darf die Futtermittelbranche nicht generell verteufelt werden, sondern es gilt, kriminellen Machenschaften in der Branche zu diskreditieren. Wichtig ist, dass sich die Leute eingehend darüber informieren, was bei ihnen auf den Teller kommt. Zudem setze ich mich dafür ein, dass auch für den Erhalt der landwirtschaftlichen Familienbetriebe die Landwirte für ihre guten Produkte auch gute Preise erhalten.“

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