10 Notarzteinsätze täglich

3.605 Notarzteinsätze im Neckar-Odenwald Kreis im Jahr 2010

An 365 Tagen im Jahr ist rund um die Uhr die Notarztversorgung im Kreis sicher gestellt. Dafür sorgt das DRK gemeinsam mit den Krankenhäusern in Mosbach, Buchen und Hardheim (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. (lra) Im Jahr 2010 haben die Notärzte der drei Notarztstandorte Buchen, Hardheim und Mosbach erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie leistungsstark sie sind: Insgesamt 3.605 (2009: 3721) Notarzteinsätze wurden von Januar bis Dezember dokumentiert. Dabei war der von Medizinern der Neckar-Odenwald-Kliniken besetzte Standort Mosbach mit durchschnittlich 5,2 Einsätzen am Tag (insgesamt 1.883) am aktivsten. Der zweite Standort der Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen leistete 1.209 Einsätze (3,3 am Tag), die Notärzte des Krankenhauses Hardheim wurden für 513 Einsätze alarmiert (1,4 am Tag).

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“10 Notarzteinsätze täglich“ url=“//www.nokzeit.de/?p=8945″] Die Einsatzfahrzeuge, mit denen die Notärzte zum Einsatzort gelangen, werden von den beiden Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gestellt und von Rettungsassistenten gelenkt, die den Medizinern auch bei der Versorgung der Patienten vor Ort mit kompetenter Hilfe zur Seite stehen. Mit insgesamt vier Rettungswachen (zusätzlich zu den Notarztstandorten: Rettungswache Osterburken) im gesamten Kreisgebiet stellt das DRK gemeinsam mit den Krankenhäusern die Notfallversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis über 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr sicher. Unterstützt werden die professionellen Einsatzkräfte dabei von vielen ehrenamtlichen Helfern der Ortsvereine des Roten Kreuzes, die naturgemäß noch schneller vor Ort sind und vorbereitende, oft lebensrettende Maßnahmen einleiten.

Auch wenn die Wahrnehmung von Unfällen in der Öffentlichkeit besonders hoch ist, machen Verletzungen nach wie vor weniger als ein Fünftel aller Notarzteinsätze aus. Und in diesen 20 Prozent sind Arbeits- und Schulunfälle sowie Verletzungen im Haus und bei der Gartenarbeit bereits enthalten! Die Mehrzahl der Alarmierungen wird durch akute Erkrankungen verursacht: Beschwerden des Herz-Kreislaufsystems wie Infarkt, Rhythmusstörungen und Blutdruckentgleisungen zum Beispiel. Auch bei neurologischen Problemen wie Schlaganfällen, Hirnblutungen und Krampfanfällen kommen die Notärzte häufig zum Einsatz, ebenso bei Störungen der Atmung. So musste dann auch bei etwa jedem 20. Notfallpatienten eine künstliche Beatmung durchgeführt werden, Wiederbelebungsmaßnahmen waren rein rechnerisch bei jedem 45. Einsatz nötig.
Wichtigste Maßnahme für alle Zeugen eines Notfalls ist die sofortige Alarmierung der Rettungsdienste über die Notrufnummer 112, unter der rund um die Uhr die Rettungsleitstelle in Mosbach zu erreichen ist. Von dort werden dann auch die Einsatzkräfte alarmiert und der eigentliche Einsatz koordiniert. Um bei einem Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes zu überbrücken, sollten
einfache Maßnahmen der Ersten Hilfe angewendet werden. Kurse – auch zum Auffrischen einmal gelernter Kenntnisse! – werden regelmäßig vom Deutschen Roten Kreuz angeboten, können aber nach Absprache auch für Gruppen und Vereine organisiert werden.

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