Mudau – Noch mehr Christbaumplantagen

12 Hektar Christbäume verändern allgemeines Landschaftsbild

Der Gemeinderat Mudau beschäftigte sich mit dem Hallenbau der Firma Wagner.

Text und Bild von Liane Merkle

Mudau. Der Ausbau des Mudauer Birkenweges mit Wasser, Abwasser und Oberflächengestaltung nimmt Form an. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger der vorgelegten Planung durch das Ingenieurbüro Sack und Partner zu, wenngleich man im Bereich der Wasserversorgung auf den Anschluss an das ,,Brückengut“ verzichten will, weil ein gesicherter Anschluss an die Donebacher Straße möglich wäre. ,,Soweit erforderlich werden wir hierbei Hausdrucksteigerungsanlagen installieren“, so der Tenor.

Wie Oswald Gehringer vom Planungsbüro ausführte, ist bei der Oberflächengestaltung vorgesehen, die Fahrbahn durchgängig mit einer Breite von fünf Metern ohne Gehweg auszustatten und beim Bauende eine Wendemöglichkeit für PKW, aber auch z.B. Müllfahrzeuge zu schaffen, was ohne zusätzlichen Grunderwerb möglich wäre. Vor und während der Maßnahme wären noch intensive Abstimmungsgespräche mit den Anwohnern notwendig.
Inklusive Honorare für Planung usw. belaufen sich die Kostenplanungen für den Straßenbau auf 210.000 Euro, für die Abwasserbeseitigung auf 145.000 Euro und wenn man auf den Anschluss an die Hochzone im „Brückengut“ verzichtet, verringern sich die Kosten für die Wasserversorgung um 33.500 Euro auf 61.500 Euro.
Wie Bürgermeister Dr. Rippberger mitteilte, seien die Planungskosten im Haushalt eingestellt aber mit einer Maßnahmenrealisierung nicht mehr in diesem Jahr zu rechnen.

Da in Mudau die gemeindeeigenen Bauplätze zur Neige gehen, wurde inzwischen die Planung für eine Erweiterung im nordwestlichen Teil des Baugebietes ,,Brückengut“ durchgeführt, die nun durch den Gemeinderat als Bauabschnitt ,,Brückengut III“ für elf Bauplätze abgesegnet wurde.
Die vom Planungsbüro Sack und Partner vorgestellte Planung sieht Erschließungskosten von 260.000 Euro für den Straßenbau, 260.000 Euro für die Kanalisation und 88.000 Euro für die Wasserversorgung vor.
Auf Anregung von Gemeinderat Andreas Schölch wird jedoch geprüft, ob es möglich ist, Wasser- und Abwasser nicht ganz so tief zu verlegen, um Kosten zu sparen.
Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Mudau – Noch mehr Christbaumplantagen“ url=“//www.nokzeit.de“] In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss das Gremium die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes zur Erweiterung und Änderung des bestehenden Planes im ,,Industriegebiet“ mit dem Ziel, eine betriebliche Erweiterung bei der Firma Imkereitechnik Wagner zu ermöglichen. Gleichzeitig wurde auch beschlossen, eine Änderung des Flächennutzungsplanes im Parallelverfahren durchzuführen. Das Ingenieurbüro für Kommunalplanung in Mosbach wird beauftragt, die notwendigen Planungsarbeiten und das Büro Simon in Mosbach die erforderlichen grünordnerischen Planungen auszuführen. Notwendig wurde dies dadurch, dass die Firma Wagner in Mudau ihren bestehenden Betrieb um eine Lagerhalle mit rd. 2.500 qm erweitern möchte. Allerdings springt die vorgesehene Erweiterung über die Baugrenzen des Bebauungsplanes hinaus und überschreitet auch dessen Geltungsbereich. Die Planungskosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rd. 7.000 Euro und sind grundlegend im Verwaltungshaushalt eingestellt.

Die Oberflächen- und Quellwasserableitung für Oberscheidental sieht nach aktueller Planung des Ingenieurbüros Sack und Partner eine partielle Trennung von Oberflächenentwässerung und Mischwasserkanal vor. Partiell bedeutet im Bereich des Alten Rathauses Richtung Reisenbacher Straße und schließlich zur Elz. Davon sollen in diesem Bereich auch die Dachentwässerungen profitieren. Als Kosten wurden für die gesamte Maßnahme rd. 400.000 Euro brutto ermittelt. Ziel dieser Maßnahme sollte eine deutliche Reduzierung des Fremdwassers in der Kläranlage sein, und auch in diesem Fall regt Andreas Schölch an, wie Rentabilität bezüglich der Quellwassermengen und der Kosten für diese Maßnahme zunächst zu ermitteln. Unter Maßgabe der Prüfung dieses Punktes stimmte das Gremium der Quellwasserableitung zu.

Wieder einmal musste der Gemeinderat zur Kenntnis nehmen, dass neue Weihnachtsbaumkulturen in der Gesamtgemeinde weiter für eine Änderung des allgemeinen Landschaftsbildes sorgen werden. So wurden Anträge zur Aufforstung gestellt in Mudau von 0,15 Hektar, in Scheidental von 0,98 Hektar und in Rumpfen/Steinbach gar von 10,76 Hektar.

Die Behandlung von Bauanträgen und Bekanntgaben gefasster Beschlüsse rundeten die öffentliche Sitzung ab.

Bekanntgaben im Mudauer Gemeinderat in Kürze:

  • Die Städtebauförderung vom Land in Höhe von 700.000 Euro ist genehmigt (Wir berichteten darüber).
  • Die Schulleiterstelle in Schloßau ist jetzt offiziell mit Sophie Klopsch besetzt.
  • Die Straßensperrung wegen der Ausbaumaßnahmen nach Schloßau wird voraussichtlich ab 1. April greifen.
  • Der Ausbau der Strecke Donebach-Mörschenhardt soll im Herbst erfolgen.
  • Ausweichstrecken für den Schulbusverkehr werden derzeit geprüft für beide Strecken.
  • Wie der Dr. Rippberger noch einmal klarstellte, ist das Projekt „Krone“ nicht teuerer als geplant ausgefallen. Im Gegenteil sei es „Ecker-Architekten“ aus Buchen gelungen, die Maßnahme mit Gesamtkosten für das Areal Krone in Höhe von 1.077.223 Euro trotz der erheblichen Mehrkosten für den „überraschenden“ Hausschwamm rd. 60.000 Euro günstiger als die ursprüngliche Kostenschätzung abzuschließen.

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