Das Handwerk in der Region wächst

Die Wirtschaftsmacht von nebenan ist stark aufgestellt

Rhein-Neckar-Odenwald. (pm) Das Handwerk in der Region ist auch 2010 wieder gewachsen. Mit aktuell 12.720 – und damit einem Plus von 122 – Betrieben stellt das Handwerk die Wirtschaftsmacht in der Region Rhein-Neckar-Odenwald dar. „Wenn man allerdings genauer hinschaut, dann muss diese Zahl differenziert gesehen werden“, analysiert Detlev Michalke, Pressesprecher der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald.

Die Gruppe der Meisterhandwerke – also die Betriebe, die einen Meister beschäftigen müssen – habe sich auch 2010 weiter stabilisiert. Mit 7.641 Betrieben stellen die Meisterbetriebe die stärkste Gruppe der Wirtschaftsmacht dar. Lediglich ein Betrieb weniger als im Vorjahr 2009 macht deutlich, dass neben den meisterlichen Kenntnissen vor allem betriebswirtschaftliche und pädagogische Fähigkeiten für eine nachhaltige Bestandskraft sorgen.

Spitzenreiter bei den zulassungspflichtigen Gewerken sind die Friseure mit einem Bestand von 1.241 und einem Zuwachs von 13 Betrieben, gefolgt von den Kfz-Technikern mit 789 Betrieben, ebenfalls mit einem Plus von 13, und die Stuckateure (192 Betriebe) mit einem Plus von 9 Unternehmen.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Das Handwerk in der Region wächst“ url=“//www.nokzeit.de“] Die Elektrotechniker dagegen sind nur noch mit 747 Betrieben vertreten – und haben 13 Betriebe weniger als noch im Vorjahr. Auch die Fleischer mussten ein Minus hinnehmen: sie stellen kammerweit nur noch 271 Betriebe. Ebenso wie die Installateure und Heizungsbauer (688) verzeichneten auch die Tischler (458) ein Minus von jeweils 9 Betrieben.

Dagegen lässt sich besonders im zulassungsfreien Handwerk der Trend zum ungehinderten Einstieg ablesen. Dort legte der Bestand um 108 auf 2.716 Unternehmen zu (plus 4,1%). „Eine fachliche Qualifizierung in diesen Berufen muss nicht mehr nachgewiesen werden – deshalb sind hier nach der Durststrecke der Konjunkturkrise Könner und Glücksritter gleichermaßen unterwegs“, erläuterte Michalke. Hier werde der konjunkturelle Aufschwung sichtbar, denn im Vorjahr 2009 gab es lediglich eine Steigerung von 1,2 Prozent.

Die 108 Einträge verteilen sich auf 47 Gebäudereiniger-Betriebe (insgesamt 580 Betriebe), 32 Betriebe des Fliesen-, Platten- und Mosaikleger-Handwerks (insgesamt 822 Betriebe) sowie jeweils plus 16 Unternehmen in den Berufen Raumausstatter (456) und Fotograf (167).

Stabil zeigten sich im Jahr 2010 die Betriebe in den handwerksähnlichen Gewerben. Mit 2.363 Betrieben sind sie zwar die zahlenmäßig schwächste Gewerbegruppe, konnten aber 2010 ein kleines Plus von 15 Betrieben verzeichnen. Allein mit 28 Unternehmen liegen dabei die Kosmetiker (insgesamt 714 Betriebe) ganz weit vorn, während in den anderen Gewerben zumeist Rückgänge zu verzeichnen waren.

„Mit 12.720 Betrieben ist das Handwerk als Wirtschaftsmacht von nebenan stark aufgestellt. Seit über 30 Jahren ist dies die höchste Betriebszahl, mit der das Handwerk in der Region Rhein-Neckar-Odenwald aufwarten kann“, bilanziert Michalke die vorgetragenen Zahlen. „Noch nie war das Handwerk stärker und damit auch ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor in der Region“, sagte er abschließend.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de



Artikel empfehlen: