Finanzminister Stächele besuchte Limbach

Besuch einheimischer Firmen beeindruckte den Minister – ELR bestens für den Odenwald geeignet

Limbach. (chb) Auf Einladung des Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Peter Hauk besuchte Finanzminister Willi Stächele die Gemeinde Limbach.

Begonnen hatte der Besuch in Krumbach mit der Besichtigung der Firmen STOROpack Deutschland GmbH + Co.KG und HOGRA Holz GmbH. Der Werkleiter Bernd Karpetta und Vertriebsleiter Jürgen Schwing stellten die Firma in einem kurzen Video vor. Willi Stächele und Peter Hauk konnten sich in Begleitung von BGM. Bruno Stipp, CDU Kreisgeschäftsführer Markus Haas und Mitgliedern des CDU Gemeindeverbandes Limbach bei einem Rundgang durch die Produktion ein Bild machen von der Produktpalette und der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, das derzeit 55 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma stellt maßgeschneiderte Formteile aus EPS, EPP und Neopor her.

Geschäftsführer Holger Gramlich von der Firma HOGRA Holz GmbH stellte sein Unternehmen vor, das mittlerweile 25 Beschäftigte zählt. Die Fa. HOGRA ist spezialisiert auf Hobelprodukte, Latten und Rahmen. Bürgermeister Bruno Stipp erwähnte bei dem Besuch der Firmen, dass die Fa. HOGRA für die Trockenkammern mit Mitteln aus dem „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum“ des Landes Baden-Württemberg ein eigenes Kraftwerk baute. Der überschüssige Dampf wird an die Fa. STOROpack geliefert. So wurde ein sehr großer Beitrag zum Umweltschutz getan, da jetzt erheblich weniger Heizöl für die Dampferzeugung benötigt wird.

Die beiden CDU-Landespolitiker Willi Stächele und Peter Hauk danken den Firmenvertretern bevor es weiterging in das Hotel „Limbacher Hof“. Hier begrüßte der stellvertretende CDU- Gemeindeverbandsvorsitzende Michael Müller vor vielen Gästen die Gäste.

Bürgermeister Bruno Stipp zeigte sich erfreut, dass er beide Politiker in Limbach willkommen heißen durfte und stellte die Gemeinde Limbach mit ihren sieben Ortsteilen vor. In seinen Ausführungen erläuterte er, wie wichtig die Förderung des ländlichen Raumes durch die ELR-Mittel für die Gemeinde ist und dankte für diese wichtige Einrichtung. Auch im Jahr 2011 werden Gewerbemaßnahmen in der Gemeinde Limbach mit einem Zuschuss von 246.000 Euro gefördert, weshalb sich das Gemeindeoberhaupt dringend eine Fortsetzung des Programms wünschte.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Finanzminister Stächele besuchte Limbach“ url=“//www.nokzeit.de“] MdL Peter Hauk erklärte nun die Position der CDU für die kommenden Jahre. Er führte unter anderem aus, dass die CDU für den Erhalt der Landkreise ist und gegen eine Zentralisierung in die Ballungsräume; ebenso für den Erhalt der Grundschule in den Kommunen auf dem flachen Land. Er führte aus, was die Zweizügigkeit der Grundschulklassen für die Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis bedeuten würde, auch unter Berücksichtigung des Bestandschutzes mit Gemeinden ab 5.000 Einwohnern. So würden rund die Hälfte der Gemeinden ihre Grundschule verlieren. „Kurze Beine, kurze Wege“ ist hier ein Grundsatz der CDU.

Nun war Finanzminister Stächele mit seinem Vortrag „Nachhaltige Finanz- und Steuerpolitik – Für die Zukunft Baden-Württembergs!“ an der Reihe. In seinem Referat ging der Minister auf die Finanz – und Wirtschaftskrise ein und der daraus folgenden Konsequenzen für das Land Baden-Württemberg. Er wies darauf hin, dass im Jahr 2009 im Landeshaushalt 1,9 Mrd. Euro an Steuereinnahmen fehlten und stellte diese Summe in Relation zu den Ausgaben für die Unikliniken und den Landesstraßenbau.
Weiter führte Stächele aus, dass man in den Jahren 2008/2009 einen ausgeglichenen Haushalt ohne neue Kreditaufnahmen vorlegen konnte. Für den Doppelhaushalt 2010/11 war allerdings eine Neuverschuldung in Höhe von 4,6 Mrd. Euro notwendig. Durch die schnelle Erholung der Wirtschaft in Baden-Württemberg wird die Neuverschuldung um über 2 Mrd. Euro gesenkt werden können.
Für die Zukunft sieht die Landesregierung als oberstes Ziel die Konsolidierung des Haushalts, um den nachfolgenden Generationen eine noch größere Last zu ersparen. Das Land ist mit 43 Mrd. Euro verschuldet, erläuterte Stächele. Dabei müsse man aber auch sehen, dass man seit Bestehen des Länderfinanzausgleichs 47 Mrd. Euro an andere Bundesländer gezahlt habe. Der Finanzminister wies darauf hin, dass man nicht unsolidarisch sein möchte und auch eine gewisse Notwendigkeit sehe, dadurch strukturellen Problemen in den einzelnen Ländern zu begegnen.
Als ein Meilenstein sieht er die Einigung der Bundesländer auf die „Schuldenbremse“ im Jahr 2008 und die Verankerung im Grundgesetz, mit der Folge, dass alle Bundesländer ab 2020 einen ausgeglichenen Haushalt ausweisen müssen.

Im Anschluss stellte er sich den Fragen der Zuhörer. Stächele wünschte seinem Parteikollegen Peter Hauk ein entsprechend gutes Wahlergebnis, da dies für das politische Gewicht des Neckar-Odenwald-Kreises in Stuttgart notwendig sei.

Anschließend kam der Finanzminister dem Wunsch nach, sich ins „Schwarze Buch“ der Gemeinde Limbach einzutragen. Bürgermeister Bruno Stipp ergänzte mit einem Augenzwinkern, dass es für ein Goldenes Buch finanziell nicht reiche, es den Gästen von der CDU aber sicher nicht schwer falle, sich in ein schwarzes Buch einzutragen.

Michael Müller dankte Minster Willi Stächele, Peter Hauk, Bürgermeister Bruno Stipp, Markus Haas sowie den Anwesenden für ihren Besuch. Natürlich gingen Hauk und Stächele nicht ohne ein Odenwälder Geschenk von dannen, auch dafür hatte Michael Müller, als Vertreter der CDU Limbach Sorge getragen.

Finanzminister-Staechele-besuchte-LimbachUnser Bild zeigt von links: Bürgermeister Bruno Stipp, Bernd Karpetta, Michael Müller, MdL Peter Hauk, Manfred Banschbach, Alois Johmann, Minister Willi Stächele, Gottfried Christ, Werner Speth und CDU-Kreisgeschäftsführer Markus Haas. (Foto: Christian Bopp)

Infos im Internet:
www.peter-hauk.de

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