Internationales Jahr der Wälder

Die Ausstellung, die außer in den Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach im Laufe des Jahres auch noch in Adelsheim, Obrigheim, Schwarzach und Buchen zu sehen sein wird, ist eine der zahlreichen kleineren Veranstaltungen zum „Internationalen Jahr der Wälder“. (Foto: LRA)

Neckar-Odenwald-Kreis. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Das Ziel: Weltweit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wälder zu leisten. Denn der Wald ist unglaublich vielfältig und wichtig: als faszinierender Naturraum mit ganz vielen ganz wichtigen Funktionen für Mensch, Tier und Umwelt und als lebendiger Wirtschaftszweig. Und er ist „Quelle unserer kulturellen Identität“, wie das sich an der Aktion beteiligende Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz betont.

Auch der Neckar-Odenwald-Kreis will mit verschiedenen Aktionen dazu beitragen, dass der Wald nicht zunehmend aus dem Erleben und dem Bewusstsein der Menschen verschwindet. „Um ihn für nachkommende Generationen zu erhalten, müssen wir den Wald zurück ins Blickfeld rücken, seine Wertschätzung steigern und das gesellschaftliche, politische und mediale Interesse daran verstärken“, erklärt dann auch Forstdirektor Dietmar Hellmann von der Forstbetriebsleitung Schwarzach des Landratsamtes. Denn für viele sei es „einfach nur selbstverständlich“, dass es Wald gibt. „Dabei stehen wir vor großen Herausforderungen. Allein der Klimawandel fordert ein radikales Umdenken. Baumarten, die eher im kühlen Klima gedeihen, müssen den Bäumen weichen, die auch mit wärmerem und trockenerem Wetter zu Recht kommen“, so der Fachmann.

In der letzten Woche ist in den Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach eine Art Ausstellung eröffnet worden, die weniger mit Informationen aufwartet als vielmehr mit visuellen Eindrücken von der Vielfalt des Waldes. Im Juni wird diese Ausstellung auch in Adelsheim und Obrigheim zu sehen sein, im Oktober in Schwarzach und Buchen. Nach Mosbach waren neben dem Ersten Landesbeamten Martin Wuttke auch der Buchener Bürgermeister Roland Burger gekommen, der nicht nur einer der landesweit waldreichsten Kommunen vorsteht, sondern auch Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg ist. Martin Wuttke verwies auf den großen Anteil an Waldfläche im Neckar-Odenwald-Kreis: 42,1 Prozent der Fläche des Landkreises sind bewaldet. Er ging auf die große Bedeutung des Waldes als Ort der Artenvielfalt – zwei Drittel aller weltweiten Arten leben in Wäldern – auf das Ökosystem und die Bedeutung für die Naherholung ein, bevor Roland Burger die Ausrufung des „Internationalen Jahres“ grundsätzlich lobte: „Hier werden Kräfte gebündelt. Clevere Kampagnen dienen dem Ziel, den weltweit stark bedrohten Waldbestand in den Fokus zu rücken.“

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Internationales Jahr der Wälder“ url=“//www.nokzeit.de“] Dietmar Hellmann verwies im Anschluss auf eine Vielzahl von Aktionen, die für 2011 geplant sind und betonte: „Die Förster im Neckar-Odenwald-Kreis laden Sie in diesem Jahr auf vielfältige Weise ein, die Wälder unserer Heimat neu zu entdecken.“ Wanderungen durch die Neckarberge oder den Katzenbuckel, Theaterworkshops für Kinder auf der Minneburg, Waldandachten in Neunkirchen oder Wanderungen auf den Spuren der Römer am Limes zwischen Adelsheim und Osterburken stehen auf dem Programm. Und in Hardheim kann man einen Tag lang den Wald aus verschiedenen Blickwinkeln neu entdecken und erleben.
Außerdem wird in allen Kreisgemeinden am 28. März je eine Sitzbank aufgestellt, gesägt aus einem Stamm. Mal ist es eine Weißtanne, mal eine Pappel oder auch eine Eiche. Die Baumstämme sollen die Bevölkerung in jedem Ort an das „Internationale Jahr der Wälder“ erinnern. Dem gleichen Zweck möchten die Plakate an Holzpoltern überall im Kreis dienen, auf denen das Logo des Internationalen Jahres der Wälder und eine Botschaft rund um den Wald und das Holz zu finden ist.

Der erste richtige Outdoor-Termin wird im Übrigen die Eröffnungswanderung am 20. März rund um die Minneburg sein. Unter der Führung von Schwarzacher Förstern kann der Wald zwischen Minneburg, dem Leidenhardter Hof und dem Neckar mit neuen Augen entdekct werden. Unterwegs besteht die Möglichkeit, Bärlauch zu sammeln und auf der Burg ein selbstgemachtes Pesto zu kosten – Burgführung inbegriffen. Treffpunkt 14 Uhr am Minneburgparkplatz bei Neunkirchen.

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