Atommüll in Obrigheim

Grüne fordern höhere Sicherheitsstandards

Obrigheim. (cd) Im Mittelpunkt der jüngsten Kreisvorstandssitzung der Neckar-Odenwälder Grünen standen die schrecklichen Folgen der atomaren Kettenreaktionen in Japan. „Wir sind durch die Live-Berichterstattung zwar direkt informiert, können es dennoch nur schwer wirklich begreifen, welches Leid über die Bevölkerung hereingebrochen ist,“ meinte Kreisvorsitzende Christine Denz und benannte damit das Mit-Gefühl der Anwesenden. Man war sich einig, mit allen Kräften weiterhin dafür zu arbeiten, dass in Deutschland so rasch wie möglich Atom und Kohle ersetzt werden durch die erneuerbaren Energien, durch Energieeffizienz und Einsparungen.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Atommüll in Obrigheim“ url=“//www.nokzeit.de“] Ein großes weiterhin ungelöstes Problem sei der Atommüll, auch ganz konkret der in Obrigheim lagernde. Die Erfahrungen in Japan müssten in eine veränderte deutsche Genehmigungspraxis einfließen. So sei ein brennendes Brennelemente-Lager wie das in Fukushima auch ein nicht unmögliches Szenario für Obrigheim, berichtete Simone Heitz, die sich mit wachsamem Auge seit langem mit anderen im „Aktionsbündnis Atommüll Obrigheim“ engagiert.

Bei dem gesetzlich vorgeschriebenen öffentlichen Erörterungsverfahren hätten die KWO- und die Behördenvertreter auf Fragen der Kläger als Lösung festgeschrieben, dass bei Ausfall der Kühlerzellen mit Feuerwehrschläuchen Neckarwasser herangepumpt werden solle. „Eine Maßnahme mit ungewissem Ausgang“ gab Kreisvorsitzende Christine Böhm zu bedenken. Zwar sei es 2005 durch den rot-grünen Atomkonsens gelungen, Obrigheim als einziges Atomkraftwerk abzuschalten; aber die Regierung müsse auch hier mit wesentlich höheren Sicherheitsstandards nacharbeiten, da die Praxis noch weit kritischer sei, als die Grünen sie damals bewertet hätten.

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