Geo-Naturpark tagte in Heidelberg

Region übergreifende Projekte entscheidend voran gekommen und beste Aussichten für das laufende Jahr

Odenwald. (jw) Die diesjährige Mitgliederversammlung des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald fand auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner in Heidelberg statt. Matthias Wilkes, Vorsitzender des Geo-Naturparks und Landrat des Kreises Bergstraße sowie Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson freuten sich, hierzu neben den Vorstandskollegen der Mitgliedslandkreise, vor allem die zahlreich erschienenen Vertreter der 105 Mitgliedskommunen zu begrüßen.

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des fünfzigjährigen Geo-Naturpark-Jubiläums, das unter Mitwirkung der Kommunen und Kooperationspartner im Rahmen vielfältiger Sonderaktionen und Veranstaltungen gefeiert wurde. Daneben sind auch Region übergreifende Projekte initiiert worden, deren weiterer Fortgang nun im Focus der Diskussion stand.

So hat das bereits im vergangenen Jahr vorgestellte Mountainbike-Konzept mittlerweile rasante Fahrt aufgenommen: 39 Mitgliedskommunen haben ihr Interesse bekundet – in 12 Pilotkommunen werden in Kürze bereits Strecken ausgewiesen, die erste der Routen soll schon am 9. April in der Gemeinde Fürth eröffnet werden. Die eigens für das Konzept eingerichtete Lenkungsgruppe hat dabei besonderen Wert darauf gelegt, die örtlichen Initiativen und Interessengruppen mit einzubinden und die Ausweisung der Strecken unter Berücksichtigung aller Waldnutzer – insbesondere der Wanderer – voranzutreiben. Die Markierung und Beschilderung erfolgt einheitlich im Layout des Geo-Naturparks, eine eigene Homepage mit Detailinformationen ist derzeit in Vorbereitung.

Auch der WanderWalter, ein digitales Wandersystem, das Deutschland weit bereits von zahlreichen Naturparken verwendet wird, ist einen entscheidenden Schritt voran gekommen. Die eigene Homepage www.wanderwalter.de hält inzwischen eine Reihe nützlicher Informationen für Wanderer bereit – von der Karte bis zum Geopunkt, von der Pfadroute bis zum Einkehrtipp. Das System, das der Naturpark Neckartal-Odenwald eingerichtet hat, wurde nun auf die Geo-Naturparkregion ausgeweitet und wird nun sukzessive mit weiteren Detailinformationen angereichert. Ob mit Handy und interaktiver Karte unterwegs oder mit ausgedrucktem Kartenblatt – mit dem WanderWalter stehen aktuelle und zielgenaue Informationen bereit, die dem Wandern eine neue Dimension verleihen.

Auch in Bezug auf die Errichtung neuer Infrastruktur gab es erfreuliche Neuerungen: das Geopark-Eingangstor Süd, direkt am Schiffsanleger in Neckarsteinach gelegen, wurde Ende des vergangenen jahres eröffnet und erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit. Neben der Ausstellung zu den Burgen der Region, die sich im ersten Stock des Gebäudes befindet, lädt auch ein „Laden am Geopark“ mit Cafe zum Verweilen ein. Ein Kinder-Veranstaltungsprogramm, passend zum Burgenthema, ist in Kooperation mit der Museumspädagogik des Klosters Lorsch derzeit in Arbeit.

Weitere Highlights des laufenden Jahres kündigte Geschäftsführer Reinhard Diehl an. So werden im Mai vier Gastwissenschaftler aus dem Partner-Geopark Mt. Lushan (VR China) Einblicke in die verschiedenen Arbeitsfelder des Geo-Naturparks nehmen. Am 5. Juni, dem Deutschen Welterbetag, findet der Geo-Naturparktag in Lorsch statt Dieser wird gemeinsam mit dem UNESCO-Welterbe Kloster Lorsch sowie weiteren Kooperationspartnern des Geo-Naturparks veranstaltet und im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder stehen. Im September wird das Geotop des Jahres 2011 verliehen – in diesem Jahr geht diese Auszeichnung nach Heidelberg. Und im Oktober wird der Geo-Naturpark die Ehre haben, die Jahrestagung des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) auszurichten – in diesem Jahr eine ganz besondere Veranstaltung, da der Verband sein 50-jähriges Jubiläum feiert und im Jahr 1961 in der Stadt Hirschhorn im hiesigen Geo-Naturpark gegründet wurde.

Ein fulminantes und facettenreiches Aufgabenspektrum, das vom Team der Geo-Naturpark-Geschäftsstelle in Lorsch mit viel Energie und Herzblut auch in diesem Jahr weiterentwickelt und umgesetzt wird, wie Vorsitzender Wilkes zum Abschluss der Veranstaltung anerkennend feststellte.

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