Nachhaltiges Wirtschaften stärken

Mannheim. (hwk) Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald erwartet auch von der neuen Landesregierung ein weiterhin günstiges Investitionsklima und angemessene Rahmenbedingungen, die Handwerk und Mittelstand Raum zum Atmen geben. Das Handwerk habe bisher mit allen im Landtag vertretenen Parteien gut zusammengearbeitet, sagte Handwerkskammerpräsident Walter Tschischka, daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern.

Tschischka forderte mehr Anerkennung der Bedeutung des Handwerks für Ausbildungsplätze und Arbeitsmarkt. In zwei zentralen Bereichen erwarte die Handwerkskammer Mannheim rasch die richtigen Weichenstellungen. Die Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung zu schaffen, zähle zu den vorrangigen Aufgaben der Politik. Dazu gehöre auch die Sicherung eines ausreichend qualifizierten Nachwuchses für die Handwerkswirtschaft. Gemeinsames Ziel müsse es sein, ausbildungsreife junge Menschen von der Schule in die Wirtschaft zu entlassen. Dies gelte unabhängig von der Frage des Schulsystems. Das Land müsse verstärkt in die frühkindliche und vorschulische Bildung investieren. In einem flächendeckenden Angebot von Ganztagesschulen mit ganztägigem pädagogischem Konzept sei die schulische Bildungsleistung ebenso wie die Integrationsleistung an das Niveau der internationalen Standards anzugleichen. Damit verknüpft sei unabdingbar auch eine konsequente Berufsorientierung an allen Schularten.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“xxxx“ url=“//www.nokzeit.de/?p=10797„] Die Potenziale des Handwerks im Bereich der Nachhaltigkeit seien noch längst nicht ausgeschöpft, erklärte Tschischka. Hier lägen noch große Wachstumspotenziale für Umwelt, Arbeitsplätze, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität. Die Anreize zur energetischen Gebäudesanierung müssten verstärkt und dezentrale Energiekonzepte forciert werden. Dabei komme es besonders im Energiemarkt darauf an, faire Marktchancen für das Handwerk zu gewährleisten. Die Entwicklungsdynamik Baden-Württembergs hänge stark auch von seiner Verkehrsinfrastruktur ab. Eine funktionierende und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur entlaste die Handwerksbetriebe in zeitlicher und finanzieller Hinsicht. Das Land müsse seine Verkehrswege erhalten und ausbauen.

In der Krise habe sich das Handwerk im binnenwirtschaftlichen Raum als zentrale Kraft erwiesen. Diesen Sektor gezielt zu stärken und strukturelle Wachstumsimpulse zu setzen, sei ein zwingendes Gebot für eine nachhaltige Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Die Mittelstandsförderung im Land müsse überall dort, wo es um den Ausgleich größenbedingter Nachteile gehe, wieder mehr Gewicht bekommen. Die Mittel für die Bildungszentren, die überbetriebliche Ausbildung und das Beratungswesen müssten verstetigt werden. Die Handwerkskammer fordert einen klaren Kurs in der Wirtschafts-, Finanz- und Klimapolitik. Sie werde die aktuelle Entwicklung genau im Blick behalten und die in den Wahlprüfsteinen zur Landtagswahl formulierten Forderungen auch in die Koalitionsverhandlungen einbringen. Tschischka: „Wer Nachhaltigkeit will, muss das Handwerk fördern.“

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