Wahlergebnis: Bestätigung und Verantwortung

„Stuttgart ist näher gerückt!“ Eberbacher Abgeordnete Schneidewind-Hartnagel eingeladen

Mosbach. (bd) Auch zwei Tage nach dem historischen Wahltag war bei den Kreis-Grünen noch Hochstimmung zu spüren und der erste Tagesordnungspunkt der erweiterten Kreisvorstandssitzung in der Diedesheimer „Krone“ lautete „Sekt“!
„Ihr glaubt gar nicht, wer uns alles gratuliert“ zog Landtagskandidatin Simone Heitz ein glückliches Resümee für den Lohn der Anstrengungen des intensivsten Wahlkampfs in der Parteigeschichte.

Die nähere Betrachtung des Wahlergebnisses brachte „erstaunliche, fast unglaubliche“ Erkenntnisse. Nahezu 10.000 Kreisbürger (9.975) gaben den Grünen ihre Stimme, gegenüber der letzten Landtagswahl hat sich die Wählerzahl ( 3.017) mehr als verdreifacht. Darin sieht man eine Bestätigung der Arbeit im Kreis, besonders an Orten mit gezieltem Engagement des Kreisverbandes wie Waldbrunn, wo sich die Grünen für eine Standortalternative zum Funkmast auf dem Katzenbuckel einsetzten, seien ein Zuwachs von fast 11% und ein Stimmenanteil von 16, 8% der Lohn.

Im besonders von Christbaum-Plantagen belasteten Mudau-Steinbach hätten 26% der Wähler Winfried Kretschmann die Stimme gegeben. Daran gelte es anzuknüpfen, bis auch im Kreis der Bohrer durch das hier besonders dicke und schwarze Brett sei. Denn die 14,6 % seien zwar ein Ergebnis, das nur große Optimistinnen erwartet hätten, aber landesweit liege man fast 10 Prozentpunkte hinter dem Schnitt zurück. Dazu hätten sicher die erschwerten Wettbewerbsbedingungen gegen Fraktionsvorsitzenden Peter Hauk und die starke Verankerung von Georg Nelius im Elzmündungsraum beigetragen, wo ein unterdurchschnittlicher Zuwachs erreicht wurde.

Mit Nelius und der SPD hatte man noch am Wahlabend die „politische Zeitenwende“ gefeiert. Die Grünen Hochburgen liegen im kleinen Odenwald, wo Lokalmatadorin Simone Heitz über 20% der Stimmen für die Grünen gewann. Den Vertrauensvorschuss der Wählerinnen und Wähler, von denen über 60% erstmals die Grünen ankreuzten, gelte es nun zu rechtfertigen und die Partei tiefer im Kreis zu verankern, gerade die sehr positive Entwicklung der „Grünen Jugend“ stimmte Christine Denz und Christine Böhm optimistisch.

Auch wenn Simone Heitz der Einzug in den Landtag versagt geblieben sei, so sei Stuttgart doch sehr viel näher gerückt, den mit der Eberbacherin Charlotte Schneidewind-Hartnagel zöge erstmals eine grüne Odenwälderin in den Landtag ein. Die guten Verbindungen zu ihr will man nutzen, bei der öffentlichen Kreismitgliederversammlung am kommenden Mittwoch, 06. April, 19.30 Uhr im Gasthaus Lamm in Mosbach wird sich die „frisch gebackene MdL“ den Gästen vorstellen und vom Stand der Koalitionsgespräche berichten.

Außerdem werden eine Wahlnachlese und eine Ideensammlung für die weitere Jahresplanung auf der Tagesordnung stehen.

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