Christbaumlandschaft größer und größer

Die Firma Imkereitechnik Wagner erweitert ihren Betrieb.

von Liane Merkle

Mudau. Um der Firma Imkereitechnik Wagner in Mudau eine Betriebserweiterung zu ermöglichen, stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger einer Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zu. Dessen Offenlegung und des Bebauungsplanes ,,Industriegebiet“ samt den umweltbezogenen Prüfungen sollen gleichzeitig mit der Behördenanhörung und Bürgerbeteiligung erfolgen. Mit der Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes will man nicht nur erreichen, dass die bestehenden Baugrenzen angepasst werden, sondern auch die Schaffung einer Erweiterungsfläche durch Ausweisung eines Gewerbegebietes westlich im Anschluss an den Baubestand ermöglich wird, erläuterte Herr Glaser (IBK) das vereinfachte Verfahren dieser Änderung beider Pläne.
Bürgermeister Dr. Rippberger: ,,Die Planung wird auf die konkreten Betriebsnotwendigkeiten der Firma Wagner beschränkt und es ist kein neuer gewerblicher Ansatz vorgesehen. Die gewerblichen Entwicklungsflächen von Mudau liegen im Bereich des Bebauungsplanes ,,Stöckig II“. Gegenwärtig werden vom Ingenieurbüro für Kommunalplanung und vom Ingenieurbüro für Umweltplanung Simon in Mosbach, die Entwürfe zum Flächennutzungsplan und Bebauungsplan mit den umweltbezogenen Unterlagen erarbeitet.

Bereits in den Haushalt eingestellt wurden 130.000 Euro für die notwendige Beschaffung eines neuen Kommunalschleppers inkl. Anbaugeräte. Als günstigster Bieter wurde die Raiffeisen—ZG Buchen mit der Lieferung eines Fendt-Schleppers inkl. Frontlader und Dach mit Sichtfenster, Palettengabel, Bressel Klappschaufel und KTB Arbeitsbühne für 106.444 Euro beauftragt, Kugelmann Salzstreuer, Hydrac Schneeräumschild und RUD Schneeketten dazu soll BayWa Giebelstadt für 28.405,30 Euro dazu liefern und den Heckcontainer Rosensteiner „Typ Samurai“ die Firma Konrad Dambach aus Mudau für 3.144 Euro.

Die Mehrkosten können über eine Umverteilung der Einsparungen bei der Beschaffung des Salzsilos in Höhe von rd. 9.000 Euro finanziert werden. Und Gemeinderat Hans Slama sprach dem Gremium aus dem Herzen, dass man hofft, damit die richtige Entscheidung getroffen zu haben, denn „ohne gutes Arbeitsgerät kann man nicht arbeiten“, wurden die hohen Kosten gerechtfertigt. Aus den Erfahrungen der letzten beiden Winter lernend beschloss man die Aufstellung eines zweiten Salzsilos im Bereich des Bauhofes. Aus diesem Grund wurde die Firma SWS Winterdienst in Heilbronn mit der Lieferung und Aufstellung eines zusätzlichen Schüttgutsilos mit 60 Tonnen Fassungsvermögen zum Angebotspreis von 25.300 Euro beauftragt um damit eine ordnungsgemäße Erfüllung des Winterdienstplanes zu ermöglichen.

Der derzeitige durchschnittliche Salzbedarf der Gemeinde Mudau liege bei ca. 120 Tonnen. Das erforderliche Fundament (ca. 5.000 Euro) für das neue Silo soll vom Bauhof in Eigenleistung angelegt werden. Die Gesamtkosten liegen dann bei 30.300 Euro die im Gemeindehaushalt bereits zur Verfügung stehen.

Im Bereich des Feuerwehrwesens darf sich die Abteilungswehr in Mudau demnächst über ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20/16 freuen, das das vorhandene Fahrzeug ersetzen wird. Nach eingehender Beratung und enger Kooperation mit der Feuerwehr entschloss man sich für die Anschaffung eines Fahrgestells der Firma Daimler zum Preis von 72.805 Euro und für einen Aufbau mit feuerwehrtechnischer Beladung durch die Firma Albert Ziegler zum Endpreis von 266.707 Euro, erläuterte Gesamtkommandant Gerd Mayer, der die Entscheidung begründete mit der Aussage, dass die Fahrzeuge immer sicherer werden. Das sei zwar für die Autofahrer grundsätzlich gut, erfordere aber auch immer stärkere technische Ausrüstungen in den Hilfsfahrzeugen.
Die Gesamtkosten in Höhe von 339.511 Euro werden nach Aussage der Gemeindeverwaltung durch einen Landeszuschuss von 99.000 Euro, einem Kreiszuschuss von 29.700 Euro und 75.000 Euro aus dem Ausgleichsstock geschmälert. Gleichzeitig bestätigte der Gemeinderat die Wahl von Volker Banschbach zum Abteilungskommandanten und Bernd Förtig zu dessen Stellvertreter in der Abteilungswehr Steinbach.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde beschlossen, dass bei der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr die jeweiligen Versiegelungsgrade festgelegt werden. Des weiteren tendiert das Gremium auf Anraten von Bürgermeister Dr. Rippberger dazu, die Anzahl der Informationsveranstaltungen von zwei auf drei bis vier zu erhöhen, um die Nachfragen evtl. reduzieren zu können. H. Schwing vom Vermessungsbüro Schwing & Dr. Neureither informierte über die Befliegung, Auswertung und Versiegelungsgrade. Die Abwassergebühren werden getrennt für die auf den Grundstücken anfallende Schmutzwassermenge und für die anfallende Niederschlagswassermenge erhoben. Wird dabei Abwasser zu einer öffentlichen Abwasserbehandlungsanlage gebracht, bemisst sich die Abwassergebühr nach der Menge des angelieferten Abwassers. Was die Zeitschiene betrifft, werden die Daten von der Befliegungsfirma nach Aussage von H. Schwing wohl erst kurz vor den Sommerferien zur Verfügung stehen. Die Informationsveranstaltungen sollten ca. ein bis zwei Wochen vor dem Schicken der Befragungsbögen an die Bürger durchgeführt werden und das scheint in den Sommerferien wenig sinnvoll. In der Diskussion kam man zu dem Ergebnis, dass eine erläuternde Präsentation auf die Homepage der Gemeinde Mudau gestellt werden soll, die auch den jeweils aktuellen Stand der Maßnahme verdeutlicht.

Wieder einmal musste das Gemeindegremium zur Kenntnis nehmen, dass sich das allgemeine Landschaftsbild rund um Mudau mehr und mehr zu einer ,,Christbaumlandschaft“ wandelt. So werden auf Reisenbacher Gemarkung 1,28 Hektar und auf Gemarkung Schloßau/Waldauerbach 2,04 Hektar Weihnachtsbaumkulturen neu angelegt.

Weiter wurde die Annahme von Spenden in Gesamthöhe von 6.505 Euro beschlossen zugunsten von Dorfplatz Schloßau, Heimatpflege in Steinbach, für den behinderten gerechten Zugang zum Friedhof in Mudau, an die Grund- und Hauptschule Mudau und an die Abteilungswehr Schloßau.


In aller Kürze:

  • Dank des Bürgermeisters an die Wahlhelfer bei der Durchführung der Landtagswahl
  • Baufreigaben Ernsttaler Strasse Mörschenhardt und Langenelzer Strasse Mudau sind eingetroffen
  • Funkgebundenes schnelles Internet kann seit neuestem in Mudau über Vodafon genutzt werden

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