„day of silence“ in Mosbach

Die “leise Schwester des Christopher-Street-Day” Grüne Jugend übernimmt Koordination

Mosbach. (bd) Er ist „die leise Schwester des Christopher-Street-Day“, der „day of silence“. Dieses Jahr wird er am Freitag, 15. April, weltweit begangen, erstmals auch im Neckar-Odenwald-Kreis. Während am CSD Schwule und Lesben mit Volksfesten und Paraden weltweit den „gay pride“ und ihre Lebensfreude demonstrieren, soll mit dem „day of silence“ durch Schweigen auf das Problem der Tabuisierung von Homosexualität und der Benachteiligung von Homosexuellen hingewiesen werden.

Der 1996 in den USA ins Leben gerufene Schweigetag soll vor allem die Aufmerksamkeit der Jugend auf das Problem lenken, dass in Schulen, Jugendtreffs und Universitäten jugendliche Homosexuelle häufig Ausgrenzung und Mobbing erfahren und quasi mundtot gemacht werden.
Am Mosbacher Nikolaus-Kistner-Gymnasium hat sich nun eine Gruppe von Interessierten gefunden, die via Facebook für die Teilnahme werben und die Grüne Jugend um Übernahme der Organisation gebeten haben. Die Teilnehmer/innen werden am Freitag von 06.00 bis 18.00 Uhr den Tag in komplettem Schweigen verbringen und Anfragende durch sogenannte „speaking cards“ auf ihr Anliegen und ihre Beweggründe aufmerksam machen. „breaking of silence“ heißt es dann um 18.00 Uhr auf dem Mosbacher Marktplatz, in einer Gesprächsrunde werden Teilnehmer und Interessierte dann ihre Erfahrungen mit Gründen und Durchführung der Aktion besprechen, auch Möglichkeiten der Verbesserung der Situation (nicht nur) sexueller Minderheiten diskutieren.

Bisher haben sich ca. 20 Jugendliche für die Teilnahme verabredet, weitere Informationen sind unter Email dayofsilence_nok@web.de erhältlich.

Text der „speaking card“
Bitte habt Verständnis dafür, dass ich heute nicht sprechen werde. Ich nehme am Day Of Silence teil, einer internationalen Jugendbewegung, die auf die Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen und ihren Mitstreitern aufmerksam machen soll. Mein absichtliches Schweigen ist ein Echo des Schweigens, welches diesen Menschen durch Diskriminierung, Mobbing und Homophobie aufgezwungen wird. Dieses Schweigen zu brechen ist der erste Schritt zur Beseitigung dieser Ungerechtigkeit. Denkt an all die Stimmen, die ihr heute nicht hören werdet. Was tut ihr um das Schweigen zu brechen?

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