Flurneuordnung in Waldmühlbach beendet

Waldmühlbach. (lra) Auch der längste Prozess geht irgendwann mal zu Ende. Und so konnte auch die Flurneuordnung Waldmühlbach II im Rahmen der letzten Vorstandssitzung abgeschlossen werden. Die Beteiligten hatten in der Vergangenheit viel Arbeit zu leisten, aber auch viel Geduld aufzubringen.
Flurneuordnungsverfahren sind aufgrund der vielen gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrensschritte grundsätzlich langwierig, können sich durch eingelegte Rechtsmittel aber noch mehr verzögern. Das war in Waldmühlbach der Fall und umso größer war die Freude, jetzt tatsächlich zum Abschluss kommen zu können. Zumal das Ergebnis sich durchaus sehen lassen kann.

Die ursprünglichen Ziele des Verfahrens, der Ausbau von Ortsstraßen und Wegen, die Erschließung der Ortsrandbereiche, eine Bodenordnung zur Regelung der rechtlichen Verhältnisse und die Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes seien erreicht worden, betonten dann auch sowohl Bürgermeister Reinhold Berberich als auch Martin Wuttke, der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises. Tatsächlich wurden Ortsstraßen auf circa 1,4 Kilometer Länge ausgebaut, drei Fußwege entstanden mit rund 0,7 Kilometern Länge und Feldwege wurden am Ortsrand und zu den Krautgärten angelegt. Verschiedene Plätze wie der Dorfmittelpunkt, der Parkplatz im Dorfzentrum und der Spielplatz konnten ebenso wie die Grünanlage „Schulzenquelle“ gestaltet werden. Die Liste vervollständigt wird mit dem Anlegen von Wassergräben, der Neugestaltung der „Brunnenwiesen“, landschaftspflegerischen Maßnahmen und der Platzierung von zwei Sitzgruppen. Friedrich Bopp vom Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung, der das Verfahren in den letzten Jahren federführend begleitete, belegte die vielfältigen Veränderungen und Maßnahmen mit Bildern.

Für diese Veränderungen hin zum Besseren ist auch reichlich Geld aus öffentlichen Fördertöpfen nach Waldmühlbach geflossen: Eine Investitionssumme von rund 2.051.000 Euro für Bodenordnung und Dorfentwicklung wurde über die Jahre mit immerhin knapp 1.060.000 Euro bezuschusst.

„Beengte, verschachtelte und oft mit unklaren rechtlichen Verhältnissen belastete Ortslagen erschweren die Weiterentwicklung von Dörfern enorm und machen sie unattraktiv als Wohn- und Lebensumfeld für die jüngere Generation. Durch die Flurneuordnung kann es gelingen, die Ortskerne fit zu machen für die Zukunft. Dafür ist Waldmühlbach mit seinem klassischen Ortsverfahren ein gutes Beispiel“, erklärte Martin Wuttke, der allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und insbesondere dem Vorstandsvorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Paul Henn, und seinen Vorstandsmitgliedern Erwin Herkert, Willi Baier und Helmut Gramlich dankte und Dankurkunden des Landes überreichte.

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Der Erste Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises, Martin Wuttke (zweite Reihe rechts) überreichte beim Abschluss der Flurneuordnung Waldmühlbach II Dankesurkunden an den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, vertreten durch Paul Henn und Erwin Herkert (mit Urkunden, von rechts). Verfahrensleiter Friedrich Bopp vom Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung (links) dokumentierte die Veränderung anhand von Bildern und Bürgermeister Reinhold Berberich (rechts) gratulierte und dankte allen Beteiligten. (Foto: LRA)

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