Antrittsbesuch von Bürgermeisterin Bertuletti

Seckach. (tl) Ganz im Zeichen ihrer Städtepartnerschaft mit der italienischen Gemeinde Gazzada Schianno stand die Gemeinde Seckach in der zweiten Aprilwoche, denn im Zuge der traditionellen Schulbegegnung absolvierte die seit Sommer 2009 amtierende Bürgermeisterin Cristina Bertuletti ihren Antrittsbesuch in Seckach, der Klinge und Hettingen. Begleitet wurde sie hierbei von den Gemeinderätinnen Chiara Zanzi und Katia Ambrosetti, die ebenfalls erstmals in Seckach weilten sowie von ihrer Mitarbeiterin Roberta Malaggi, welche in Sachen „Gemellaggio“ schon ein „alter Hase“ ist.

Zusammen mit den italienischen Schülern und Lehrern hieß Bürgermeister Thomas Ludwig seine Kollegin und ihre Delegation in Seckach willkommen und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass auch Cristina Bertuletti wie schon ihre Vorgänger Piero Angelo Brusa und Alfonso Minonzio sehr an der Pflege dieser partnerschaftlichen Beziehungen interessiert ist.

Am nächsten Morgen traf man sich zusammen mit Dorfleiter Dr. Johann Cassar am Tagungshaus „St. Rafael“ zu einem Rundgang durch das Kinder- und Jugenddorf Klinge. Imponierend für die italienischen Gäste war vor allem die weitläufige Anlage der Klinge mit vielen Grünflächen und Bäumen, welche gerade in ihrem schönsten Frühlingskleid standen. Neben der imposanten Eingangstür der St. Bernhardkirche besichtigte die Delegation ein typisches Klinge-Wohnhaus, das Spielgelände mit dem Marienbrunnen und die St. Bernhardschule, ehe man sich zu einem stillen Gedenken an den Kinderdorfgründer Geistlicher Rat Pfarrer Heinrich Magnani und seine hier begrabenen Anverwandten auf dem Klinge-Friedhof einfand. Bekanntlich stammte Heinrich Magnanis Vater aus Schianno, worauf die Entstehung der Städtepartnerschaft zwischen den Gemeinden Gazzada Schianno und Seckach basiert.
Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“ Antrittsbesuch von Bürgermeisterin Cristina Bertuletti“ url=“//www.nokzeit.de/?p=11581„] Der zweite Teil der Besichtigungstour war der Gemeinde Seckach selbst gewidmet. Im Großen Sitzungssaal des Rathauses überreichte Bürgermeister Ludwig Cristina Beruletti ein offizielles Gastgeschenk und stellte ihr die Gemeinde Seckach in den Grundzügen vor. Bürgermeisterin Bertuletti stellte ihrerseits die herzliche Gastfreundschaft, welche ihr und ihrer Delegation entgegengebracht wurde, heraus und brachte vor allem ihre Bewunderung über das gepflegte und saubere Ortsbild Seckachs sowie die schöne Landschaft zum Ausdruck. Weiter ging es mit einem Abstecher nach Großeicholzheim, wo Helmut Kegelmann vom Verein „Großeicholzheim und seine Geschichte“ eine Führung durch das „Museum im Wasserschloss“ vorbereitet hatte. Der vor Begeisterung nur so sprühende italienischsprachige Gästebucheintrag war dem Museum gewiss.

Nach dem Mittagessen, welches man zusammen mit den Schülerinnen und Schülern in der Seckachtalschule einnahm, ging es zu einem kurzen Abstecher an die Flurkapelle am Dreikirchenblick zwischen Bödigheim, Großeicholzheim und Seckach, ehe mit Hettingen dem dritten Partner ein Besuch abgestattet wurde. Hier hießen Ortsvorsteher Volker Mackert und die Vertreter der Interessengemeinschaft Heinrich Magnani mit Karl Mackert an der Spitze die Besuchergruppe im Rathaus willkommen und stellten im Folgenden das Leben und Wirken von Pfarrer Magnani mittels Lichtbildvortrag und in der Magnani-Gedenkstube dar. Aber auch ein Ortsrundgang zum Magnani-Gedenkstein in der „Neue Heimat“-Siedlung sowie zu den letzten, noch im Originalstil der späten vierziger Jahre erhaltenen Siedlungshäusern durfte nicht fehlen. Bürgermeisterin Cristina Bertuletti zeigte sich von Pfarrer Magnanis Lebenswerk sehr angetan, aber vor allem die Tatsache, dass die Erinnerung an die Leistungen des „frühen Europäers“ und so pragmatisch veranlagten Seelsorgers Magnani gerade in Hettingen bis zum heutigen Tage sehr aktiv bewahrt wird, beeindruckte das Gemeindeoberhaupt sehr.

Aber nicht nur „Sightseeing“ stand auf dem Besuchsprogramm, sondern auch die Erörterung der im Rahmen der Städtepartnerschaft für die Zukunft geplanten Aktivitäten. Man kam überein, vor allem unter den Vereinen und weiteren ehrenamtlichen Organisationen in Gazzada Schianno, Hettingen und Seckach noch mehr als bisher für Partnerschaftsbegegnungen werben zu wollen und außerdem soll Jugendlichen und jungen Erwachsenen verstärkt die Chance zum Austausch geboten werden. Gestärkt in ihrer Begeisterung für die Idee der Städtepartnerschaft trat die italienische Delegation schließlich wieder die Heimreise an.

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Symbolhafter Ort: vor dem Trauzimmer des Seckacher Rathauses stellten sich die offiziellen Vertreter der Partnergemeinden Gazzada Schiano und Seckach zum Erinnerungsfoto auf. Von links: Dorfleiter Dr. Johann Cassar (Kinder- und Jugenddorf Klinge), Bürgermeister Thomas Ludwig (Seckach), Bürgermeisterin Cristina Bertuletti, die Gemeinderätinnen Katia Ambrosetti und Chiara Zanzi sowie Schulleiter Sabino Famiglietti. (Foto: privat)

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