Feuerwehrfahrzeug um 12 Jahre verjüngt

von Liane Merkle

Langenelz. Wenn ein 39 Jahre altes Fahrzeug durch ein gut gepflegtes 27 Jahre altes Fahrzeug ersetzt wird, ist das in Feuerwehrkreisen durchaus als positiver technischer Fortschritt zu bezeichnen. So geschehen bei der Mudauer Abteilungswehr in Langenelz, die im Rahmen einer Feierstunde und im Beisein zahlreicher Gäste von der Sinsheimer Abteilungswehr Steinsfurt ein Löschfahrzeug 8 als Ersatz für das nicht mehr TÜV-taugliche eigene LF 8 überreicht bekam. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger konnte hierzu vor der feierlichen Schlüsselübergabe neben den Abteilungskameraden aller Mudauer Wehren, sowie der Laudenberger und Steinsfurter Wehr auch die Ortsvorsteher mit dem Langenelzer Hans Slama, Gemeinde- und Ortschaftsräte, Ehrenkommandant Franz Petru, Abteilungskommandant Rudi Reichert, Gesamtkommandant Gerd Mayer sowie Pfarrer Werner Bier begrüßen.

Die Gemeinde Mudau sei nachweislich bemüht, das Feuerwehrkonzept nicht nur zu erfüllen, sondern auch sinnvoll zu ergänzen, betonte Dr. Rippberger. Gesamtkommandant Gerd Mayer ging auf die allgemeine Situation der Feuerwehren mit steigenden Einsatzzahlen, sinkender Zahl der aktiven Feuerwehrangehörigen und den engen finanziellen Rahmenbedingungen bei Land, Landkreis, Städten und Gemeinden ein. Für den eigenen Bereich betonte er, dass Langenelz einen Ausrückebereich mit Mudau und Mörschenhardt bilden sollte. In Langenelz sei die ganzen Jahre ein LF 8 mit Baujahr 1971 stationiert gewesen, das 1995 von der Feuerwehr in Singen übernommen worden war. Im letzten Jahr habe eine TÜV-Überprüfung stattgefunden, wobei verschiedene altersbedingte Mängel festgestellt wurden. So habe man aufgrund eines Hinweises mit dem Gerätewart der Steinsfurter Wehr Kontakt aufgenommen und nach einer Besichtigung sei man zu der Überzeugung gekommen, dass dieses Fahrzeug mit der Nachrüstung eines 500 Liter Wasser Tanks in einem guten Zustand sei und noch einige Jahre seinen Dienst in Langenelz leisten könne.

Die Voraussetzungen für die Unterbringung eines Löschfahrzeuges habe man mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses mit der Erweiterung der Aula in den Jahren 1989/90 gelegt, betonte Abteilungskommandant Rudi Reichert. Das von Kreisbrandmeister Rainer Dietz erarbeitete Konzept für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen bis 2012 für die Gemeinde Mudau habe die Langenelzer Wehr stark getroffen. Nicht nur, dass man dem Ausrückebereich der Stützpunktwehr Mudau zugeordnet worden war, sei auch das eigene LF 8 für Langenelz ersatzlos von der Bezuschussung gestrichen worden.

Zur Zeit versehen in Langenelz 18 aktive Feuerwehrkameraden ihren Dienst und in der im Jahre 2000 gegründeten Jugendwehr sei man auf 10 engagierte Jugendliche stolz. Mit dem Wunsch, dass sich in Langenelz noch mehr Männer bei der Feuerwehr beteiligen, um den Fortbestand auch in Zukunft sichern zu können, dankte Rudi Reichert der Gemeinde Mudau für die stete Unterstützung, der Odenwälder Trachtenkapelle Mudau mit Dirigent Ralph Müller für ihre musikalische Umrahmung der Feierstunde, Pfarrer Werner Bier für die Segnung von Fahrzeug und Mannschaft, auch namens Pfarrerin Seraphin-Hohmann, und der Steinsfurter Wehr für die partnerschaftliche Kooperation.

Im Auftrag des Ortschaftsrates und der örtlichen Bevölkerung dankte Ortsvorsteher Hans Slama für das Zustandekommen dieses Fahrzeugwechsels und ging kurz auf die Historie der Langenelzer Feuerwehr ein. Gegründet am 01. Januar 1948 baute man bereits 1958 das erste Feuerwehrgerätehaus, kaufte eine Tragspritze und konnte auf die ersten Uniformen stolz sein. 1995 erhielt man dann das erste LF 8, das mit dieser Feierstunde nun verabschiedet wurde.

Kommandant Sebastian Frank von der Steinsfurter Feuerwehr hob mit ruhigem Gewissen und großer Überzeugung hervor, dass es sich bei dem übergebenen Fahrzeug um ein sicheres und gutes Löschfahrzeug handele, das auch weiter seinen treuen Dienst leisten werde.

Abschließend der Feierstunde teilte Bürgermeister Dr. Rippberger mit, dass man sich vom alten Fahrzeug nicht ganz verabschieden werde, sondern dieses durch die Gemeinde weiter unterhalten werde und zwar als Übungsfahrzeug für die Jugend der Gesamtgemeinde.

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Mit Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Pfarrer Werner Bier freuten sich die Kameraden der FFW Langenelz sowie der umliegenden Wehren über das „neue“ LF 8. (Foto: Liane Merkle)

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