Vier Waldbrunner Imker holen Gold

Hervorragenden Bedingungen auf dem Winterhauch

Waldbrunn. Mit Bernd Häse, Walter Herzog, Gerhard Ihrig und Bernhard Klahn wurden gleich vier Waldbrunner Imker kürzlich beim Badischen Imkertag mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Damit bewiesen die Honigproduzenten vom Winterhauch eindrucksvoll die große Qualität der rund um den Katzenbuckel gesammelten Produkte.

Nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbunds (DIB) musste jeder Imker fünf Gläser Honig der gleichen Tracht aus den Jahren 2009 oder 2010 einsenden. Das Bieneninstitut der Universität Hohenheim prüfte sowohl die Reinlichkeit im Glas mit Kennzeichnung, die Sauberkeit des Honigs, den Zustand (flüssig, kandiert oder cremig), die Unversehrtheit des Verschlussdeckels sowie Geruch und Geschmack. Außerdem wurde anhand des Wassergehalts der Reifegrad bestimmt, mittels der sogenannten Invertase-Aktivität die Enzymaktivität festgestellt und untersucht, ob der Honig Hitzeschäden aufweist, wie er bei minderwertigen Produkten oft vorkommt. Durch die Pollenanalyse bestimmten die Wissenschaftler des Bieneninstituts die Herkunft des jeweiligen Honigs sowie die Übereinstimmung der Sensorik mit der Sortenbezeichnung.

Voraussetzung für die sehr gute Qualität des Waldbrunner Honigs sei der hervorragende Nektar und der Honigtau auf blühenden Wiesen, Sträuchern, Bäumen und Mischwäldern, betonten die Winterhauch-Imker bei der Präsentation ihrer prämierten Honigsorten. Trotz guter Grundlagen seien aber auch Wissen und Erfahrung der Imker bei der Völkerführung, der Standortwahl und des Schleuderzeitpunkts von entscheidender Bedeutung für die Güte. Darüber hinaus trage die Honiglagerung wie die Abfüllung zu einer goldprämierten Qualität bei.

Im vergangenen Jahr hatte man besonderes großes Glück, gab es doch erstmals seit vier Jahren wieder ausreichend Honigtau, um den beliebten Waldhonig herzustellen. Hierbei sammeln die Bienen die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blatt- bzw. Schildläusen.

Mit ihren ca. 110 Völkern sind die Waldbrunner Imker nicht nur für Honigliebhaber von Bedeutung. Vielmehr tragen ihre Bienen, die je Volk bis zu 25 kg Honig produzieren, auch zum Erhalt der Artenvielfalt auf dem Winterhauch bei. Darüber hinaus profitiert auch die Landwirtschaft vom idealistischen Engagement der vier Bienenzüchter. Nach
Schätzungen der Universität Hohenheim beträgt der ökonomische Wert der Bestäubung in Deutschland etwa 2,5 Milliarden Euro im Jahr. Der Bestäubungswert eines Volks liegt somit bei ca. 800-900 Euro, der aller Waldbrunner Bienenvölker zusammen demnach bei knapp 100.000 Euro im Jahr.

Alle vier Imker bieten ihren Honig zum Preis von ca. 5 Euro je Glas an. Zu beziehen ist das Naturprodukt direkt bei den Erzeugern unter:

  • Bernd Häse, Oberdielbach, Tel.: 06274-95408
  • Walter Herzog, Strümpfelbrunn, Tel.: 06274-6336
  • Gerhard Ihrig, Mülben, Tel.: 06274-6518
  • Herbert Klahn, Oberdielbach, Tel.: 06274-6294

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    Alle vier Waldbrunner Imker holten Gold. Unser Bild zeigt von links: Bernd Häse, Walter Herzog, Herbert Klahn und Gerhard Ihrig, der bereits seit 60 Jahren als Imker tätig ist. (Foto: Hofherr)

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