Spitzenreiter fuhr 180 Stundenkilometer

Geschwindigkeitskontrollen im Neckar-Odenwald-Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis. (pol) Um Rasern im Landkreis Einhalt zu gebieten und diese zur Einsicht zu bewegen beteiligte sich auch die Polizeidirektion Mosbach an der Europäischen Geschwindigkeitskontrollwoche 2011. Nicht angepasste Geschwindigkeit ist über Jahre hinweg Hauptursache bei schweren Verkehrsunfällen. Über 30 Prozent der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden, gehen im Neckar-Odenwald-Kreis auf das Konto „zu schnellen Fahrens“. In der Zeit vom 4.4. bis 17.04. setzte die Polizeidirektion Mosbach neben stationären Messanlagen, auch mobile Laserhandmessgeräte ein, um gravierende Geschwindigkeitsverstöße festzustellen und beweiskräftig zu dokumentieren.

Dabei überschritten insgesamt 158 Fahrzeugführer die zulässige Höchstgeschwindigkeit. 30 Verstöße gab es wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um bis zu 20 Stundenkilometer. 115 Fahrzeugführer gelangten zur Anzeige, da sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 bis zu 40 Stundenkilometer überschritten. Darüber hinaus müssen 13 Fahrzeugführer mit einem Bußgeld und einem Fahrverboten zwischen einem und drei Monaten rechnen, da sie mit mehr als 40 Stundenkilometer zu viel unterwegs waren. Neben diesen Geschwindigkeitskontrollen setzt die Polizeidirektion Mosbach einen Schwerpunkt auf die Prävention und startete am vergangenen Sonntag ihre Kampagne „Geschwindigkeitsoffensive 2011“ auf den Motorradstrecken des Neckar-Odenwald-Kreises. Ziel dieser Aktion ist es die Motorradfahrer zu sensibilisieren und auf die Folgen des zum schnellen Fahrens hinzuweisen. Von neun Verkehrstoten im letzten Jahr waren vier Motorradfahrer. Dazu wurde ein Flyer erstellt, der auf die Folgen von Geschwindigkeitsüberschreitungen hinweist. Dieser Flyer wird nicht nur an den Kontrollstellen den Betroffenen Zweiradfahrern ausgehändigt, sondern auch bei den Zweiradhändlern im Kreis ausgelegt.

Im Rahmen der europaweiten Geschwindigkeitskontrollwoche wurden  zwischenzeitlich auch die ersten sechs Motorradfahrer festgestellt, die die zulässige Höchstgeschwindigkeit vom 100 km/h erheblich überschritten, wobei fünf Zweiradfahrer schneller als 40 Stundenkilometer fuhren. Der Spitzenreiter wurde mit 180 km/h gemessen. Ihn erwarten nun 600 Euro Bußgeld, vier Punkte im Verkehrszentralregister und drei Monate Fahrverbot. Den Motorradfahrern wurde an den Anhaltestellen den Flyer zur „Geschwindigkeitsoffensive 2011“ ausgehändigt und ein belehrendes Gespräch geführt.

Flyer für Motorradfahrer

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