Spanisches Flair im Rathaus

(Repro: GVS)

Seckach. (pm) In eine Stierkampfarena verwandelt sich der große Sitzungssaal des Seckacher Rathauses in der Zeit vom 02. – 20. Mai 2011, denn in dieser Zeit präsentiert die Gemeinde Seckach während der Sprechzeiten der Verwaltung den Bilderzyklus „Stierkampf im Spanischen Dorf, als Volksbelustigung zur Feier der jährlichen Fiestas“ von Helmut Ullmann.

Helmut Ullmann dürfte vielen Menschen aus Seckach, Buchen, und der gesamten Region kein Unbekannter sein, denn er lebte und arbeitete hier über Jahrzehnte als „Freier Architekt“. Aber auch später haben er und seine Frau ihre persönlichen Verbindungen zu Buchen und Seckach nie ganz abreißen lassen, wenngleich er sich nach seiner Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen nach Spanien zurückzog. Still zu sitzen war ihm jedoch sein ganzes Leben lang nicht gegeben und so begann er, begünstigt durch das klare Licht des Mittelmeeres, seinem alten Hobby, der Malerei, zu frönen.

In seinem derzeitigen Wohnsitz Alcanar sowie in Buchen hat Helmut Ullmann bereits zahlreiche Werke ausgestellt, doch nun wird er mit seinen Bildern auf Anregung von Bürgermeister Thomas Ludwig erstmals auch in Seckach zu Gast sein.

Eine besondere Bedeutung kommt der Seckacher Ausstellung vor allem deshalb zu, weil Helmut Ullmann seinen Zyklus „Stierkampf im Spanischen Dorf, als Volksbelustigung zur Feier der jährlichen Fiestas“, gerade erst fertiggestellt hat. Der dörfliche Stierkampf, welcher zu Ehren des Schutzpatrons des Dorfes veranstaltet wird, ist unblutig und wird meistens vom jeweiligen Stier gewonnen. Auch braucht man sich nicht zu wundern, wenn dem „Stier“ bei vielen Bildern jene unabdingbaren Körperteile fehlen, die ihn als solchen auszeichnen. Mangels verfügbarer Bullen dürfen nämlich, ganz im Sinne der modernen Gleichberechtigung, auch weibliche Exemplare dieser hochgeschätzten schwarzen, kampflustigen Rinderrasse teilnehmen, die ihrem Geschlecht alle Ehre machen. Die in den „Kampf“ geschickten Stiere sind meistens nicht älter als drei oder vier Jahre und haben, da sie von ihren Besitzern von Dorf zu Dorf geführt werden, viel Erfahrung in ihrem Metier. Sie fegen binnen Minuten den Kampfplatz von den vielen Möchtegern-Toreros leer und das natürlich zum Gaudium der Zuschauer, die vor allem dem Stier Beifall zollen. Die dargestellten Szenen sind, so spektakulär sie auch aussehen mögen, keinesfalls gestellt, aber ernsthafte Verletzungen hat auch Helmut Ullmann, der sehr gerne als Zuschauer an den Veranstaltungen teilnimmt, noch nie beobachten müssen.

Die offizielle Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 29. April 2011, um 19.30 Uhr statt und wird von der Musikschule Bauland musikalisch umrahmt. Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung in der Zeit vom 02. – 20. Mai zu den jeweiligen Sprechzeiten der Verwaltung zugänglich, d.h. Montag – Freitag von 8.00 – 13.00 Uhr sowie montags und mittwochs von 16.00 Uhr – 18.00 Uhr.

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