Elektromobilität als neues Studienangebot

Mosbach. (pm) Was kommt nach dem Verbrennungsmotor? Diese Frage beschäftigt gerade die gesamte Mobilitätsbranche. Sicher ist schon jetzt: In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden wir einen ersten Durchbruch bei den Elektrofahrzeugen erleben.  Die Bundesregierung will bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße bringen. Am Innovationsvorsprung national und international wird sich künftig entscheiden, wer vom grünen Boom profitiert und sich an der Spitze der Branche positioniert.

An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach gibt es ab Herbst 2011 das neue Studienangebot Elektromobilität, das vor allem eines möchte: Experten ausbilden, die in Theorie und Praxis exzellent auf die spezifischen Anforderungen in der Elektromobilitätsbranche vorbereitet sind. Das Studienkonzept basiert auf einer engen Kooperation mit ausgewählten Partnerunternehmen. Im Wechsel von jeweils zwölf Wochen lernen die Studierenden an der DHBW und vertiefen ihr Wissen dann im Unternehmen. Während der Praxisphasen übernehmen sie zunehmend komplexere Aufgaben in den für die Elektromobilitätsbranche zentralen Kompetenzfeldern, wie elektrische Antriebe, Leistungselektronik, Energiespeicher und Batteriemanagement. In Studienarbeiten im 5. und 6. Semester bearbeiteten die Studierenden Themenstellungen aus aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten und beschäftigen sich beispielsweise mit Bordnetzarchitekturen, Fragen zur elektromagnetischen Verträglichkeit und Diagnosesystemen. Die Studierenden schließen ihr Studium nach drei Jahren mit dem akademischen Grad eines Bachelors ab.

Für Arbeitgeber wird es immer wichtiger, hochqualifizierte Nachwuchskräfte möglichst frühzeitig zu rekrutieren und bereits im Studium an das eigene Unternehmen zu binden. Das duale Studium an der DHBW Mosbach will genau das beiden Seiten bieten: Den Studierenden aktuelle Lehrinhalte mit hohem Praxisbezug und den Unternehmen hochqualifizierte Fachkräfte nach kurzer Intensivstudienzeit. Seit mehr als drei Jahrzehnten bildet die DHBW Mosbach gemeinsam mit über 1.100 Partnerunternehmen akademische Nachwuchskräfte nach dem dualen Prinzip aus. Unabhängige Studien, wie z.B. der Universität Tübingen und des Deutschen Industrie- und Handwerksammertags bestätigen das hohe akademische Niveau und die Employability der DHBW-Studierenden. Diese absolvieren die Hälfte ihres Studiums im Unternehmen und damit direkt in der Berufspraxis. Die ausbildenden Unternehmen können sich freuen: Rund 70 Prozent der Studierenden verbleiben auch nach Abschluss des Studiums ihrem Ausbildungsunternehmen treu.

Immer mehr Unternehmen und auch Studierende setzen auf das duale Studium. „Die Unternehmen erhalten über das duale Studium gut ausgebildete und motivierte Nachwuchskräfte, die sich mit den Betrieben identifizieren und nicht mehr lange eingearbeitet werden müssen“, so Prof. Dr. Rainer Klein, Studiengangsleiter Mechatronik an der DHBW Mosbach und verantwortlich für das neue Studienangebot Elektromobilität. Gerade ist er dabei, neue Partnerunternehmen aus der Branche der Elektromobilität zu gewinnen. Das Konzept kommt gut an: Die ersten Partnerfirmen haben bereits Studienplätze angemeldet, die Studierenden starten am 1. Oktober 2011 in Mosbach. „Lösungen in der Elektromobilität gewinnen in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen“, ist sich Prof. Dr. Klein sicher. Die Unternehmensberatung McKinsey & Company (Co.) schätzt den Markt für Elektromobilität bis 2030 auf 460 Milliarden Euro pro Jahr und weltweit, 420.000 neue Arbeitsplätze sollen damit einhergehen. „Wichtig ist es deshalb, dass sich die Unternehmen jetzt schon über hochqualifizierte Nachwuchskräfte Gedanken machen“, so Prof. Dr. Klein weiter. Bislang begründeten deutsche Hersteller ihre Stärke auf ihrer Kompetenz in der Mechanik. Jetzt komme es jedoch darauf an, das Portfolio einschließlich der neuen Technologien zu beherrschen.

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