Führungswechsel bei Klein- und Obstbrennern

Führungswechsel beim Bundesverband der Deutschen Klein- und Obstbrenner. Unser Bild zeigt von links: Ulrich Müller (2. Vorsitzender) und Alois Gerig (1. Vorsitzender) übernahmen ihre neuen Ämter von Siegfried Hornung (ehemaliger 1. Vorsitzender) und Fritz Aichele (ehemaliger 2. Vorsitzender). (Foto: privat)


(pm) Der Bundesverband der Deutschen Klein- und Obstbrenner hat Alois Gerig einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Odenwald-Tauber tritt die Nachfolge des sehr beliebten 1. Vorsitzenden Siegfried Hornung an, der über 14 Jahre die Geschicke des Bundesverbandes der Deutschen Klein- und Obstbrenner leitete. Aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit wurde Hornung nunmehr zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes ernannt.

Der Bundesverband der Deutschen Klein- und Obstbrenner e.V. vertritt über seine 8 Landesverbände die Interessen von rund 28.000 kleinen Obstbrennereien und rund 150.000 Stoffbesitzern, die jedes Jahr ihr Obst zu Alkohol verarbeiten lassen. Dem neuen Vorsitzenden Alois Gerig liegt es sehr am Herzen, dass diese Form der Alkoholerzeugung auch zukünftig eine Perspektive hat: „Brenner und Stoffbesitzer nutzen und pflegen die Streuobstbestände – sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft.“

Die bisherige Förderung landwirtschaftlicher Brennereien über das Branntweinmonopol läuft in sechs Jahren aus – die Bundesregierung hat sich gegenüber der EU-Kommission verpflichten müssen, das Monopol bis Ende 2017 abzuschaffen. „Nachdem in Brüssel mit vereinten Kräften eine Verlängerung des Branntweinmonopols bis 2017 erreicht werden konnte, muss nun nach Wegen gesucht werden, wie die Brennereien WTO-konform und im Rahmen des EU-Beihilferechts unterstützt werden können“, fordert Alois Gerig. Neben dem Erhalt ökologisch wertvoller Streuobstbestände spreche für eine staatliche Förderung, dass Brennereien zur Wertschöpfung im ländlichen Raum beitragen und Arbeitsplätze sichern.

Alois Gerig sieht auch die Brennereien gefordert, sich auf eine Zukunft ohne Branntweinmonopol einzustellen: „Gefragt sind Brenner mit Mut und Ideen, sich mit ihren Erzeugnissen am Markt zu behaupten.“ Für viele Klein- und Obstbrenner dürfte vor allem die Erzeugung und die Selbstvermarktung von Spirituosen im Vordergrund stehen. „Spirituosen können gut als regionale Spezialität vermarktet werden und einen Beitrag dazu leisten, den Tourismus weiter zu stärken“, ist sich Alois Gerig sicher.

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