Heimatbuch Schloßau mit Spannung erwartet

von Liane Merkle

Das Foto zeigt das verschönte alte Wasserreservoir mit der neuen Treppe, die nun wieder begehbar ist.

Schloßau/Waldauerbach. Mit dem Hinzukommen zahlreicher Bilder, Dokumente und Schriften konnte das Archiv des Vereins ,,Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach“ kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Als bemerkenswert wurde dabei das Heimatbuch aus Hesselbach von Lehrer Eberhard Rosewick aus dem Jahre 1949 bezeichnet. So Schriftführer Thomas Müller im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthaus ,,Hirsch“ in Schloßau wozu 1. Vorsitzender Dr. Edmund Link auch Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und die Heimatkundler Bruno Trunk und Gernot Grimm begrüßen konnte. Sein Dank galt eingangs allen, die sich für die Inhalte des Vereins engagiert und damit auch für die örtlichen Gemeinschaften eingesetzt hatten.

Insgesamt elf Vorstandssitzungen bildeten die Grundlage für ein arbeitsreiches aber auch erfolgreiches Vereinsjahr, berichtete der Schriftführer in seinem Jahresbericht. So nannte er als Aktivitäten den Familientag des örtlichen und des Kreis-Sozialverbandes mit Einzelaufführungen zur römischen Geschichte, einen Vortrag von Bruno Trunk und der Mitwirkung des Jazz-Chores mit einer Modenschau von damals und die Beteiligung an der Renovierung der Saugasse mit Gernot Grimm an der Spitze.
Mit der handwerklichen Unterstützung von Dieter Müller sei das Wasserreservoir hergerichtet worden und gute Aussichten gebe es, diverse Funde des Grabungsteams in Schloßau behalten zu können.
Durch die ,,Schulz-Stiftung“ ergebe sich vielleicht die Möglichkeit, so der Schriftführer weiter, das geplante Museum schultern zu können. In der Schneidershecke sei der Holzwachturm freigelegt und konserviert worden und so könne man eine weitere Attraktion vermelden, so auch durch den Fund des Wachturms im Rotkreuz.

In enger Kooperation mit dem Heimat- und Verkehrsverein Mudau werde man sich am geplanten geschichtlichen Rundweg von Mudau mit Ortsteilen beteiligen, was auch für das Mudauer Heimatbuch gelte.
Mit reichlich Bild- und Textmaterial habe der Verein eine Anfrage des Heimatmuseums Miltenberg bezüglich des Schloßauer Christkinds befriedigen können, sagte Thomas Müller.

Nachdem Gernot Grimm als treibende Kraft über seine Projekte ,,Wasserreservoir“ und ,,Saugasse“ berichtet hatte, betonte 1. Vorsitzender Dr. Edmund Link, dass man im vergangenen Jahr ein ausgewogenes Verhältnis von echter handwerklicher und schriftstellerischer sowie kultureller Arbeit leisten konnte. Als etwas ,,ganz Besonderes“ bezeichnete der Vorsitzende die mit Spannung erwartete Herausgabe des ,,Heimatbuch Schloßau“ unter der fach- und sachkundigen Regie von Bruno Trunk.

Im Anschluss konnte Kassenwartin Petra Grimm trotz hoher Ausgaben über eine zufriedenstellende Finanzlage des Vereins berichten und da die Kassenprüfer Klaus Scholl und Willi Link keine Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit der gesamten Vorstandschaft einstimmig Entlastung.

Bürgermeister Dr. Rippberger betonte, dass der Verein ,,Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach“ auch im Berichtszeitraum wieder sein Satzungswerk hervorragend erfüllt habe und gab der Hoffnung Ausdruck, dass in Kürze der Limesradweg von Hessen aus kommend bald realisiert sei. Dadurch könne man auch den Radweg von Schloßau bis zur Landesgrenze fertig stellen und Besonderheiten wie z.B. die Schneidershecke noch besser präsentieren.

Angeregt wurde durch Marianne Mechler, dass man im Rahmen von Liederabenden im ,,Hirsch“ altes Liedgut wieder beleben sowie alte Noten und Texte archivieren könne. Als anstehende Aufgaben nannte 1. Vorsitzender Dr. Edmund Link die Verschönerung des Brennofens bei der Grundschule, die Herrichtung des Streifenhauses, die Wanderung ,,Limes grenzenlos“ am 05. Juni, die Wiederaufstellung des Bildstocks in Richtung Mudau, Nachziehen der goldenen Schrift der ,,Hohl Kapelle“ die Gründung eines Stammtisches und die Erneuerung des alten Schaukastens.

Der anschließende historische Beitrag von Bruno Trunk handelte von dem etwa 90 Hektar großen Neuhof zwischen Schloßau und Mudau, der ursprünglich ein Hofgut war, ehe man zu Diskussionen im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins überleitete.

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