Grundschüler besuchten Mülldeponie Sansenhecken

von Liane Merkle

Schloßau. „Wohin mit dem Müll?“ Diese Frage beschäftigt die 3. Klasse der Grundschule Schloßau derzeit vordringlich im MeNuK-Unterrich. Und die Idee aus der Elternschaft, die Antwort direkt in der Kreismülldeponie Sansenhecken bei einem Vorort-Besuch zu suchen, fand so großen Anklang, dass viele Mütter waren spontan und gerne bereit waren, die 25 Kinder zu chauffieren.

Um es gleich vorweg zu nehmen: der Ausflug hat sich gelohnt! Schon der freundliche Empfang durch F. Wirtz als Kundenberaterin der AWN im sogenannten Kompetenzzentrum – das ist das Glasgebäude, das von weither zu sehen ist – war klasse. Sie erklärte einige grundlegende Dinge, z.B. die Bedeutung der Buchstaben AWN (Abfallwirtschaftsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises). Und so ganz nebenbei stärkten sich die Kinder bei Brezeln und Saft für den anschließenden Weg zu den Entsorgungsanlagen.
Einen ersten Halt galt dabei den Wiegeanlagen, gleich am Eingang zur Deponie. Hier konnten die Kids beobachteten, wie Fahrzeuge gewogen wurden und überlegen, wozu das nötig ist. Der zweite Stopp war dann bei den Tafeln, die eine Übersicht über die gesamte Anlage geben. Frau Wirtz erklärte gut und vor allem kindgerecht, wie die Anlage aufgebaut und angelegt ist und band dabei geschickt die Kinder und ihr Vorwissen ein.
Sehr deutlich machte sie, welche Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt, besonders des Grundwassers, getroffen worden waren, um die Deponie von einer „Schutthalde“ deutlich zu unterscheiden. Beim dritten Anlaufpunkt, dem Wertstoffhof, wurde es notwendig, zu überlegen, welche Sorten „Müll“ wohin sortiert werden.

Jetzt wurde auch deutlich, wie aufmerksam die Schüler dem vorangegangenen Unterricht gefolgt waren. Doch da musste sich das Lehrerkollegium keine Sorgen machen, denn mit Feuereifer brachten die Kinder ihre teils mitgebrachten, teils auf dem Weg zur Anlage im Straßengraben aufgesammelten Abfälle in die richtigen Container. Hier hätten sich die Schüler noch lange verweilen können, wenn sie nur noch mehr Dinge zum Sortieren gehabt hätten. Frau Wirtz sparte nicht mit Lob.

Bevor alle zum Tagungsraum zurückgingen, verschafften sich die Schloßauer Gäste noch einen Überblick über die gesamte Anlage, indem sie ein paar hundert Meter „aufwärts“ wanderten, um von da die ganze, überaus beeindruckende Deponie überblicken zu können.

Informationen und Anregungen zum Thema Photovoltaik rundeten den erlebnisreichen Tag der Schüler in den „Sansenhecken“ ab. Dabei erläuterte ein interessanter Film die Herstellung der blauen Platten, die auf so vielen Dächern zu sehen sind.

Klassenlehrer Peter Back ließ es sich nicht nehmen, den Verantwortlichen der AWN herzlich im Namen der Klasse zu danken und dabei zu betonen, dass dieser Besuch so interessant und lehrreich, auch für die begleitenden Erwachsenen, gewesen sei, dass man diese Veranstaltung uneingeschränkt weiter empfehlen werde.

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