30 Jahre Frauengemeinschaft Zimmern

von Liane Merkle

„Am beschde hält mer halt die Gosch beim schwätze, dann isch alles g’redt,“ so Dialektspezialistin Eiermann. (Foto: Liane Merkle)

Zimmern. „Am liebsten kommt das Glück zu denen, die lachen und sich aus vollem Herzen freuen können“. Diese Philosophie der Frauengemeinschaft Zimmern verfolgen die Damen äußerst erfolgreich seit Gründung ihrer Gemeinschaft vor 30 Jahren. Kein Wunder, dass sich dieses besondere Glück auch in Jubiläumsfeier widerspiegelte, die ihren Beginn im Rahmen eines sehr gut besuchten Festgottesdienstes mit Pfarrer Martin Drahtschmidt in der örtlichen Kirche „St. Andreas“ nahm. Dabei brachte sich die sehr engagierte Gruppe natürlich mit ebenso aktiver wie kurzweiliger Beteiligung in den Dank-Gottesdienst ein.

Es war ihnen wichtig, Dank zu sagen für die vergangenen 30 gemeinsamen Jahre, in denen sie viele schöne, abwechslungsreicher, aber auch schwierige Zeiten gemeistert hätten. Den musikalischen Rahmen gestaltete Sigrid Ackermann mit der Gitarre. Das fröhliche und herzliche Miteinander in der Nachfolge Jesu Christi hat die überwiegenden Gründungsmitglieder jung erhalten. Offen für Neues sind sie am Puls der Zeit und damit auch für jüngere Frauen interessant geblieben. Sie haben aber rechtzeitig dafür gesorgt, dass mit aktueller Neuformation eines Führungsteams die vielfältigen Aufgaben der Gemeinschaft auf mehrere Schultern verteilt werden konnten.

„Wir feiern heute nicht nur unseren 30. Geburtstag, sondern auch einen Neustart.“ Wie die ehemalige 1. Vorsitzende Astrid Großkinsky erläuterte, sei dieser Schritt für sie selbst Motivation gewesen, weiter im Vorstand aktiv zu bleiben. Als Motor der Gemeinschaft bezeichnete sie Wilma Kipphan, die Bürokratie liege in den bewährten Händen von Mechtild Saur, für die Organisation der kirchlichen Veranstaltungen zeichnen Brigitte Bechtold und Doris Blatz verantwortlich und den richtigen Riecher für die Finanzen hätten Hanna Büschl und Anni Gräf bewiesen.

Die hohe Wertschätzung für die Zimmerner Frauengemeinschaft wurde in den Grußworten der Gäste deutlich. So bemerkte Beate Glauner für das Dekanatsteam Mosbach-Buchen, dass diese Gemeinschaft im „leidenschaftlich Glauben und Leben“ Vorbildcharakter bewiesen habe. Dieser Aussage schloss sich mit einem dicken Lob für die unbeschreibliche Gastfreundschaft Regina Köhler als Regionalfrauenreferentin an. Sigrid Ackermann und Claudia Blatz dankten den Damen im Namen des Pfarrgemeinderates für ihr vielfältiges Engagement, das auch Bürgermeister Thomas Ludwig und Ortsvorsteher Josef Ackermann nicht genug loben konnten.

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Die Gründungsmitglieder zusammen mit Präses Pfarrer Martin Drahtschmidt, BM Thomas Ludwig und OV Josef Ackermann. (Foto: Liane Merkle)

Ein kurzer Abriss verdeutlichte die vielfältigen Aufgaben. Den Glauben habe man u. a. gestärkt beim ökumenischen Weltgebetstag, beim Dekanatstag der Frauen, bei verschiedenen Andachten, Gottesdiensten und Wallfahrten sowie diversen Themenevents wie ökumenische Ideenbörse oder Meditativem Tanzabend. Die Gemeinschaft wurde gepflegt bei Geburtstagsfeiern, einem närrischen Frühstück während der Fastnachtszeit und im Rahmen diverser Ausflüge. Und natürlich – so der Tenor des Führungsteams – komme man auch zahlreichen Verpflichtungen nach. Dazu gehören diverse Bewirtungen, Frühjahrsputz im Kindergarten, die Teilnahme von Veranstaltungen wie Bürgermeisterwiederwahl, Vorträge über z. B. Zeitbank 55+, der vereinseigene Stammtisch und viele soziale Aufgaben.

Es lag jedoch nicht in der Natur der Frauengemeinschaft, die Gäste mit „Kleinigkeiten dieser Art“ zu langweilen. Viel mehr wollten sie auch an diesem Abend dem Glück mit fröhlichem Lachen die Tür öffnen. Und das gelang ihnen hervorragend mit Frau Eiermann aus Obrigheim, die den Abend humorvoll mit Mundart gestaltete und betonte: „Wenn mer sich beim Schwätze verbabbelt, is es schlecht. Am beschde hält mer halt die Gosch beim schwätze, dann isch alles g’redt.“

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