Grüne bleibt im Landtag

Charlotte Schneidewind-Hartnagel mit Doppelmandat. Foto: privat)

„Das war eine der schwersten Entscheidungen, die ich je zu treffen hatte“, so die grüne Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Charlotte Schneidewind-Hartnagel. „Nach intensiven Abwägungen habe ich mich aus voller Überzeugung entschieden mein gerade gewonnenes Landtagsmandat auszuüben und verzichte auf das Bundestagsmandat.“
Notwendig wurde diese Entscheidung durch die Zusammenstellung der Landesregierung, die dazu geführt hat, dass zwei bisher amtierende Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg – Alexander Bonde und Winfried Hermann – jetzt als Minister nach Stuttgart wechseln. Dadurch kommt es zu einer Rochade bei den Bundestagsmandaten und Schneidewind-Hartnagel bot sich die Möglichkeit als Nachrückerin auf der Landesliste in den Bundestag in Berlin einzuziehen. So attraktiv diese Option für manchen Betrachter erscheinen mag, so schwer ist Schneidewind-Hartnagel die Entscheidung gefallen.

„Ich mache Politik aus Überzeugung für grüne Werte und um mit meinem politischem Engagement Wirkung zu erzeugen. Ich habe mich deshalb gefragt, wo ich nachhaltiger meine politischen Ideen in Wirklichkeit umsetzen kann. Als Mitglied des Landtags kann ich die Interessen der Region, insbesondere die des ländlichen Raums, wirksamer vertreten als in Berlin und ich will das Wahlversprechen, das ich meinen vielen Wählerinnen und Wählern im Landtagswahlkampf gegeben habe, nicht brechen.“

Mit diesem Statement machte Schneidewind-Hartnagel ihre Entscheidung öffentlich.
Heute erklärte sie: „Wenn ich auf Berlin und auf das Bundestagsmandat verzichte, dann besonders um mit meiner landespolitischen Arbeit den Grundstein für eine nachhaltige Stärkung der grünen Politik in meinem Wahlkreis und dem benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis, in der Metropolregion Rhein-Neckar und in Baden-Württemberg zu legen.

Ohne überzeugenden Rückenwind aus dem ländlichen Raum werden wir Grüne in fünf Jahren bei der nächsten Landtagswahl das jetzt erreichte Ergebnis nicht wieder erzielen. Entweder wir gewinnen jetzt die Köpfe und Herzen der Menschen durch eine überzeugende und bürgernahe Politik im Land, oder das Projekt eines GRÜNEN Ministerpräsidenten bleibt nur eine Episode. Ich möchte zum Erfolg der Grünen Zukunftswerkstatt Baden-Württemberg beitragen und freue mich auf die kommenden Aufgaben.“

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