Katholiken feiern gelungene Sanierungen

von Liane Merkle

Mudau. Als ganz besonderer Festtag wird der vergangene Sonntag nicht nur der Kirchengemeinde St. Pankratius, sondern der Seelsorgeeinheit Mudau in Erinnerung bleiben. Über 380.000 Euro waren in zwei fast zeitgleich laufenden Baumaßnahmen zum Abschluss gekommen und mit der Segnung durch Pfarrer Werner Bier im Anschluss an einen feierlichen Gottesdienst eingeweiht worden.

Der Gottesdienst selbst war mehr als gut besucht und würdig musikalisch bereichert durch den Gesangverein „Frohsinn 1842“ Mudau unter Dirigent Reinhard Scheible. Die Weihe von Pfarrkirche und Pfarrheim „St. Pankratius“ durch Pfarrer Bier schloss sich nahtlos an bevor im Rahmen eines Stehempfangs im kircheneigenen „Bier“-Garten die getätigten Maßnahmen näher beleuchtet wurden.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Klemens Herkert begrüßte die überaus zahlreich erschienenen Gäste, darunter neben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Vertretern aus Gemeinde- und Ortschaftsratsgremien auch Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann sowie Wolfgang Niemesch als Bauleiter der Kirchenrenovierung und seinen Kollegen Hans Stetter für die Umbaumaßnahme des Pfarrsaals mit den Vertretern der an beiden Baumaßnahmen beteiligten Firmen, die der Pfarrgemeinderatsvorsitzende humorvoll erläuterte.

Die barrierefreie Umgestaltung des Pfarrheims beinhalte neben Rampe und Parkplätzen auch ein Behinterten-WC, die Umgestaltung der Küche, neue und zeitgemäße Toilettenanlagen sowie den hellen und freundlichen Willy „Kraft“-vollen Anstrich des Pfarrsaals. Der neue Behinderten-Parkplatzes füge sich zudem gut in die umgestaltete Außenanlage ein.

„Durch die Umbenennung in Pfarrheim soll zum Ausdruck kommen, dass wir jetzt mehr als nur einen Pfarrsaal haben“, so Klemens Herkert weiter in seinen Ausführungen, die den Dank an Karlheinz Gräber beinhalteten.

Diesem sei der Schriftzug „Pfarrheim St. Pankratius“ als Mosaik sehr gut gelungen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf ca. 142.000 Euro, wobei rd. 77.000 Euro auf den barrierefreien Zugang entfallen.
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(Foto: Liane Merkle)
Bei der Außenrenovierung der Pfarrkirche lag der Kostenvoranschlag des Erzbischöflichen Bauamtes bei 240.000 Euro, der Dank der umsichtigen und engagierten Bauleitung von Wolfgang Niemesch nicht nur eingehalten wurde, sondern auch noch die Beseitigung zusätzlicher Mängel beinhaltete, die der Bauleiter als unliebsame Überraschungen bezeichnete. So habe man im Keller mit „Wasser ohne Ende“ sowie dessen Ursachensuche gekämpft. Glücklicherweise, so Wolfgang Niemesch, habe man 15 Wochen der Gerüstzeit einsparen können, und damit die unvorhergesehenen Finanzlöcher gestopft.

Dazu gehörte auch die Sanierung eines maroden Eisenkreuzes am Hauptportal, in dessen gesprengtem Sockel die Jahreszahl 1791 zu lesen war, sowie des Turmwappens mit dem Mainzer Rad von 1510. Darüber hinaus konnte als besonderer Bonus eine zusätzliche Toilette im direkten Anschluss zur Sakristei eingebaut werden. Sein Dank richtete sich an die überaus zuverlässigen Handwerker. Leider seien die Sanierungsmaßnahmen in Folge einer überraschenden Glockeninspektion erweitert worden und es stünden weitere Kosten in Höhe von 30.000 Euro im Raum für eine neue Glockenaufhängung, den Austausch des eisernen Glockenstuhls durch einen eichenen sowie die notwendige Reinigung der Glocken.

Klemens Herkert machte deutlich, dass die beiden getätigten Baumaßnahmen zum kleineren Teil durch Eigenmittel, zum größeren durch Zuschüsse und Darlehen des Erzbistums Freiburg finanziert werden. Dankbar sei man für den Spenden-Grundstock, den Pfarrer Werner Bier mit den 7.000 Euro zu seinem 70. Geburtstag gelegt habe. 2.000 Euro durch die Volksbank Franken, 500 Euro von der Bürgerstiftung Mudau und schon jetzt zahlreiche private Spenden hätten die Finanzierung weiter erleichtert.

Ein „Vergelt’s Gott“ richtete Klemens Herkert vor allem an die zum Teil schon genannten ehrenamtlichen Helfer, darunter die Siedler- und Gartenfreunde Mudau mit ihrem Vorsitzenden Günter Neumann und Kreisgartenfachwart Josef Püchner sowie Sebastian Fertig von der Baumschule Bopp.

In ihren Grußworten hoben Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Pfarrerin Renate Seraphin-Hohmann die Bedeutung des Pfarrsaals und seine barrierefreie Umgestaltung für die Mudauer hervor. Denn die Räumlichkeiten beherbergen von je her unzählige Veranstaltungen, die für die Pflege der Gemeinschaft unerlässlich sind. Der Bürgermeister hob dankbar die Vorreiterrolle von Pfarrer Bier für diese Maßnahme hervor. Dem Stehempfang im Pfarrgarten folgte eine Einladung zu Kaffee und Kuchen in den neuen Räumlichkeiten des Pfarrheims St. Pankratius.

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