Verkehrsbelastung nicht durch Radwege behebbar

Verkehr und Wirtschaft im Mittelpunkt einer Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion

Neckar-Odenwald-Kreis. (khn) Im Haus der Wirtschaft in Mosbach tagte die CDU-Kreistagsfraktion. IHK-Geschäftsführer Bernhard Kraft sah in dem neuen Gebäude ein Bekenntnis der IHK Rhein-Neckar zum Neckar-Odenwald-Kreis als bedeutendem Teil der Metropolregion Rhein-Neckar und stellte deren Arbeit vor.

Die IHK vertritt mehr als 8.000 Betriebe im Landkreis und sieht sich als kompetenter Vertreter der regionalen Wirtschaft. 1.244 Gewerbeanmeldungen und 1.071 Gewerbeabmeldungen unterstreichen die wirtschaftliche Dynamik. 1.620 Ausbildungsverhältnisse bestehen in über 500 Ausbildungsbetrieben; dabei ist das Angebot an Lehrstellen unverändert hoch. Es gibt mehr Lehrstellen als Bewerber, der Fachkräftemangel sei das „Megathema“ der Zukunft. Die IHK unterstütze daher Bildungspartnerschaften zwischen Betrieben und Schule; die Überbetriebliche Ausbildungswerkstätte für gewerblich-technische Berufe in Buchen sei wichtig.

Im Rahmen der Standortpolitik spielen Verkehrsfragen für die IHK eine große Rolle. An die Landespolitik sind die Forderungen nach dem Ausbau der Landesstraßen, mehr Bundesmitteln für den Ausbau der Bundesstraßen, eine bessere Anbindung des Landkreises an die Autobahnen, die Sanierung und Verlängerung der Neckarschleusen für 135 m-Schiffe, aber auch dem Ausbau des kommunalen Straßennetzes und des ÖPNV gerichtet. In der Diskussion wurden von der CDU-Fraktion große Zweifel an der Bereitschaft der neuen Landesregierung, diesen Forderungen nachzukommen, geäußert. Wer nur mehr Fahrradwege und keine neuen Straßen bauen oder ausbauen will, wird die wachsenden Verkehrsprobleme nicht lösen können; das sei eines der Konfliktfelder der künftigen Landespolitik. Schon nach wenigen Tagen erweise sich der neue grüne Verkehrsminister als „Problem“. Die CDU-Fraktion werde sehr genau verfolgen, was z.B. auf der B 27 und der B 292 oder dem Ausbau der Neckarschleusen noch passiert. Ein Stillstand würde unserem Raum und den hier lebenden Menschen schaden.

Was die Förderung der erneuerbaren Energien im Landkreis betrifft, gibt es weitgehende
Übereinstimmung, so dass sich ein Streit nicht lohne. Nachdem Rot-Grün lange Zeit im Landkreis nur „heiße Luft“ erzeugt habe, habe die CDU-Fraktion gegen die Stimmen von SPD und Grünen mit der AWN das Instrumentarium für solche Entwicklungen geschaffen. Dass das EEG auch seine Schattenseiten hat, sollte man aber auch sehen; nicht alles, was sich entwickelt hat, sei auch zugleich ökologisch.

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