Abwasserpumpwerk der Bevölkerung präsentiert

von Liane Merkle

Schloßau/Waldauerbach. Was kann man sich unter einem Abwasserpumpwerk eigentlich vorstellen? Egal, was sich der Laie vorstellt, es hat wohl nichts mit dem geruchfreien hygienisch sauber blitzendem „Tiefbau“ zu tun, den man bei Betreten des Schloßauer Bauwerks vorfindet.

Nur 250 Meter Fußweg trennen die „Saugasse“, die am Sonntag mit einem „Härtetest im Feiern“ wieder ihrer Bestimmung übergeben wurde (wir berichteten) von dem zukunftsweisenden neuen Abwasserpumpwerk im Fuchseneck, das seit 16. Dezember letzten Jahres in Betrieb ist.

Schaltschränke und Kompressoren „schmücken“ das Erdgeschoß des mit fünf auf sechs Meter klein anmutenden Gebäudes neben dem ebenfalls neuen Regenüberlaufbecken mit einem Fassungsvolumen von 600 cbm. Doch in ca. acht Metern Tiefe erläuterte Abwassermeister Alois Friedel an diesem „Tag der offenen Tür“ unzähligen Interessierten sehr anschaulich, wie die beiden pneumatischen Schieber an den „Abwasserfässern“ im Wechsel funktionieren. Man hörte – und sah es an den Schiebern auch – sehr deutlich, wenn wieder eine Ladung Abwasser durch die 140 mm Durchmesser der 3.400 Meter langen Druckleitung nach Mudau „geschossen“ wurden.

Das Abwasserpumpwerk mit Regenüberlaufbecken ist notwendig geworden als Alternative zu der Schloßauer Kläranlage, die nach 30 Jahren schlichtweg total veraltet war und in keiner Weise mehr den heutigen Standards entsprochen hatte. Das Regenüberlaufbecken ist mit modernster Steuerungs- und Regeltechnik ausgestattet. Es dient dabei der Regenwasserbehandlung, aber auch als erster „Puffer“ für den Schmutzstoß aus der Kanalisation bei Regenereignissen und es reduziert bei Vollfüllung des Beckens die an die Kläranlage weiterzugebende Mischwassermenge.

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