Ehrungen im Landratsamt

Mosbach. (lra) „Immer wieder wird der Öffentliche Dienst kritisiert und Privatisierungen werden als Allheilmittel angepriesen. Dunkle Wolken am Horizont hat es also schon immer gegeben, aber es liegt an uns, diese Wolken weg zu schieben durch eine kundenorientierte Arbeit, die einfach überzeugt und zukunftsfähig ist“, erklärte Landrat Dr. Achim Brötel bei der jüngsten Feierstunde im Mosbacher Landratsamt. Eine Arbeit in genau diesem Sinn bestätigte der Landrat denen, die eingeladen worden waren, um ein Dienstjubiläum zu feiern oder um in den Ruhestand verabschiedet zu werden: „Der Ruf unseres großen Landratsamtes hebt sich wohltuend ab von dem anderer Behörden. Und das ist Ihr Verdienst.“

Nach 46 Jahren in der Versorgungsverwaltung war Gerlinde Schiffter-Weinle, wohnhaft in Bad Friedrichshall, bereits Ende April in Pension gegangen. Nach vielen Jahren beim Versorgungsamt Heilbronn war sie 2005 im Rahmen der Verwaltungsreform zum Neckar-Odenwald-Kreis versetzt worden, wo sie als Sachbearbeiterin im Bereich Soziale Entschädigung tätig war. Hedwig Keller, Else Uhlmann und Rita Galm eint nicht nur ihr gemeinsamer Wohnort Osterburken, sondern auch ihre Tätigkeit als Reinigungskraft im Ganztagesgymnasium Osterburken. Fast zeitgleich verabschieden sich die drei nun auch in die Freizeitphase der Altersteilzeit, Rita Galm feierte gleichzeitig auch noch ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. „Man sieht es einem Gebäude und erst recht einer Schule an, ob und wie sie gepflegt und gereinigt wird. Das ist wie eine Visitenkarte und die sollte in Ordnung sein“, lobte der Landrat die oft unterschätzte Arbeit der Reinigungskräfte.

„Nur“ sein 25-jähriges Dienstjubiläum – da ist der Ruhestand noch in weiter Ferne –feierte Hubert Bott aus Buchen, der als gelernter Schreiner später die Angestelltenprüfung 1 ablegte und 1997 seinen Dienst beim Fachdienst Gesundheitswesen antrat. Dort ist er nach wie vor als Gesundheitsaufseher tätig ist. Das gleiche Jubiläum stand Dietmar Gehrig ins Haus, der als Diplom-Ingenieur und Architekt die Bautätigkeit des Landratsamtes und die Verwaltung des enorm erweiterten Gebäudebestands seit 1987 maßgeblich gestaltet und weiterentwickelt hat. Dem Mosbacher dankte der Landrat für die „stets gute Zusammenarbeit.“

Als Messgehilfe kümmert sich Alois Schäfer aus Buchen, ein gelernter Landwirt, weniger um Gebäude als um die zentimetergenaue Bestimmung von Messpunkten in der freien Landschaft. Der Landrat gratulierte dem Mitarbeiter des Fachdienstes Vermessung ebenfalls zum 25-jährigen Dienstjubiläum.

Auf 40 Jahre Tätigkeit im Öffentlichen Dienst blickt Jürgen Walter aus Limbach zurück. Der Leiter der Kfz-Zulassungsstelle in Mosbach – diese Aufgabe nimmt er bereits seit 1986 wahr – prägt laut Dr. Brötel gerade in diesem klassischen Dienstleistungsbereich die Außenwirkung des Landratsamtes: „Die Entwicklung gerade hier hin zu einer besonders kundenfreundlichen Abwicklung ist bemerkenswert.“

Ein grundsätzlich sehr seltenes Jubiläum konnte in dieser Feierstunde gleich dreimal gefeiert werden: Sowohl Kurt Gremminger als auch Hubert Eder und Konrad Hauck haben vor ziemlich genau 50 Jahren ihren Dienst angetreten. Alle drei begannen 1961 mit gerade mal 14 oder 15 Jahren eine Lehre als Vermessungstechniker beim damaligen Flurbereinigungsamt bzw. Vermessungsamt Buchen. Kurt Gremminger aus Buchen blieb dem Fachdienst Flurneuordnung und Landentwicklung treu und war an vielen Flurneuordnungsverfahren beteiligt. Konrad Hauck aus Osterburken bewies ein ähnlich großes Standvermögen, allerdings beim Fachdienst Vermessung. Sein Kollege Hubert Eder aus Buchen arbeitete für gut zwei Jahre beim Staatlichen Vermessungsamt in Tauberbischofsheim, bevor er 1992 ebenfalls wieder nach Buchen zurückkehrte.

Ihnen allen wünschte der Landrat vor allem Gesundheit; ein Wunsch, dem sich auch Wilfried Weisbrod im Namen des Personalrates und aller Kolleginnen und Kollegen gerne anschloss. Er forderte vor allem die künftigen Ruheständler dazu auf, den Kontakt zu den früheren Kollegen zu halten.

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(Foto: LRA)

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